Dapagliflozin senkt KV-/Nierenrisiko, unabhängig von der Basistherapie

  • Oyama K & al.
  • JAMA Cardiol

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Dapagliflozin verringerte konsistent die Risiken für das zusammengesetzte Ergebnis kardiovaskulär (KV) bedingter Tod oder Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz (HHIs), nur HHI und Progression einer Nierenerkrankung, unabhängig von der Anwendung von Basismedikamenten für KV-Erkrankungen.

Warum das wichtig ist

  • Natrium-Glukose-Cotransporter-2-Inhibitoren weisen diuretische und blutdrucksenkende Wirkungen auf, was theoretische Bedenken bezüglich ihrer Anwendung mit Medikamenten mit ähnlicher Wirkung verursacht.

Studiendesign

  • Vordefinierte sekundäre Analyse der randomisierten Studie DECLARE-TIMI 58 zu Dapagliflozin vs. Placebo mit 17.160 Patienten mit Typ-2-Diabetes und atherosklerotischer Erkrankung oder mehreren KV-Risikofaktoren.
  • Zur Baseline wendeten 81 % der Patienten Angiotensin-Converting-Enzyme-Inhibitoren oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker an, 53 % β-Blocker, 36 % Diuretika und 4 % Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten.
  • Finanzierung: AstraZeneca

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Unterschiede bei der Veränderung des systolischen BD (Placebo-korrigierte Veränderung: -1,6 bis -2,6 mmHg; p > 0,05 für alle Wechselwirkungen) und der geschätzten Verringerung der glomerulären Filtrationsrate (Placebo-korrigierte Veränderung: 0,9–1,9 ml/Minute/1,73 m2; alle p > 0,05) waren alle nach 48 Monaten konsistent, unabhängig von der Anwendung einer KV-Medikation.
  • Dapagliflozin verringerte konsistent die Rate KV-bedingter Todesfälle/HHIs über alle untersuchten KV-Basismedikamente hinweg (HR-Bereich von 0,75 bis 0,89) sowie für nierenspezifische Ergebnisse (HR-Bereich von 0,50 bis 0,74), p > 0,05 für alle Wechselwirkungen, mit Ausnahme eines größeren Nutzens bei Personen, die keine Diuretika einnahmen (pInteraktion = 0,003).
  • Es wurden keine Wechselwirkungen der Behandlungen in Bezug auf schwerwiegende unerwünschte Ereignisse, Volumendepletion, akute Nierenschädigung oder Hyperkaliämie beobachtet.

Einschränkungen

  • Unzureichende Aussagekraft zur Erkennung einer Verringerung der Ereignisse in einzelnen Subgruppen
  • Medikamentendosen nicht dokumentiert