Dänische Kampagne für Gesundheitskompetenz stellt Vertrauen in HPV-Impfung wieder her

  • World Health Organization – European Region
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  • 28.01.2019

  • von Priscilla Lynch
  • Univadis
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Dänische Gesundheitsbehörden haben positive Ergebnisse ihrer Medienkampagne zur Wiederherstellung des Vertrauens der Öffentlichkeit in den Impfstoff gegen humane Papillomviren (HPV) bekannt gegeben, nachdem negative Berichte dessen Sicherheit infrage gestellt hatten und es zu einem entsprechenden Rückgang von Impfungen gekommen war.

Die Impfdeckung gegen HPV ist seit 2014 zusammengebrochen und beträgt bei einigen Gruppierungen jugendlicher Mädchen in Dänemark statt 90 Prozent nur noch knapp 40 Prozent, da in Medienberichten Symptome wie chronische Schmerzen und Ermüdung mit der HPV-Impfung in Zusammenhang gebracht wurden, obwohl dies nicht belegt werden kann.

Die dänischen Behörden führten in der Folge Umfragen und Nachforschungen in Fokusgruppen durch, um die Bedenken von Eltern im Hinblick auf die HPV-Impfung besser nachvollziehen zu können.

Ein wesentlicher Punkt, der sich aus diesem Vorgang ergab, war, dass Eltern mehr über den HPV-Impfstoff erfahren wollten.

2017 schloss sich die dänische Gesundheitsbehörde daher mit der dänischen Krebsgesellschaft und der dänischen Ärztekammer zusammen, um eine Aufklärungs- und Informationskampagne zum Thema „Stopp HPV – stopp Gebärmutterhalskrebs“ in herkömmlichen und sozialen Medien zu lancieren und so die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren und die Gesundheitskompetenz zu stärken.

„2017 nahmen rund 30.000 Mädchen an dem HPV-Impfprogramm teil, was eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr darstellte“, sagte Stine Ulendorf Jacobsen, eine Beraterin bei der dänischen Gesundheitsbehörde.

„Wir sehen die Kampagne als Erfolg an, aber wir wissen auch, dass wir noch nicht am Ziel sind.“