CRPC: Zugabe von Darolutamid verlängert metastasenfreies Überleben in ARAMIS

  • Fizazi K & al.
  • N Engl J Med
  • 14.02.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Die Zugabe von Darolutamid zur Androgendeprivationstherapie (ADT) bei Männern mit nichtmetastatischem, kastrationsresistenten Prostatakarzinom (CRPC) verlängert das metastasenfreie Überleben (MFS; Zeit bis zur Entstehung von Metastasen oder Tod) gegenüber Placebo + ADT.

Warum das wichtig ist

  • Bei ähnlichen Wirksamkeitsdaten wie Enzalutamid und Apalutamid könnte das Profil unerwünschter Ereignisse (UE) für die Behandlungsauswahl in diesem Setting entscheidend sein.

Studiendesign

  • Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie der Phase III, ARAMIS (Eine multinationale, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit von Darolutamid [ODM-201] bei Männern mit hochriskantem, nichtmetastatischen, kastrationsresistenten Prostatakarzinom).
  • 1.509 Männer mit nichtmetastatischem CRPC und einer PSA-Verdoppelungszeit von ≤ 10 Monaten wurden unter Fortsetzung ihrer ADT per Zufallsverfahren 2:1 der Behandlung mit Darolutamid oder Placebo zugewiesen.
  • Finanzierung: Bayer HealthCare und Orion Pharma.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Verlaufskontrolle: 17,9 Monate.
  • Die Zugabe von Darolutamid verlängert gegenüber Placebo signifikant das MFS (median: 40,4 vs. 18,4 Monate; HR: 0,41; p 
  • Darolutamid vs. Placebo wies signifikante Verbesserungen auf:
    • in der medianen Zeit bis zur PSA-Progression (HR: 0,13; p 
    • im medianen Gesamtüberleben (OS; HR: 0,71; p = 0,045) und progressionsfreien Überleben (PFS; exploratorische Analyse: HR: 0,38; p 
    • in der medianen Zeit bis zur Schmerzprogression (median: 40,3 vs. 25,4 Monate; HR: 0,65; p 
  • Die UE-Rate jeden Grads betrug 83,2 % mit Darolutamid + ADT und 76,9 % mit Placebo + ADT.
    • Die UE-Rate von Grad 3–4 betrug 24,7 % vs. 19,5 %; die häufigsten waren Hypertonie (3,1 % vs. 2,2 %) und Harnretention (1,6 % vs. 2,0 %).
  • UE-bedingte Behandlungsabbrüche traten zwischen den Gruppen ähnlich häufig auf.

Einschränkungen

  • Patienten afrikanischer Abstammung waren unterrepräsentiert.