CRPC mit Knochenmetastasen: Radium-223 zusätzlich zu AAP ohne Nutzen

  • Smith M & et al.
  • Lancet Oncol
  • 06.02.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Zugabe von Radium-233 zu Abirateron + Prednison/Prednisolon (AAP) verbessert im Vergleich zu Placebo das symptomatische skelettale ereignisfreie Überleben bei Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC) und Knochenmetastasen nicht.
  • Zusätzliches Radium-233 erhöht die Häufigkeit von Knochenfrakturen.

Warum das wichtig ist

  • Sowohl AAP als auch Radium-233 sind bei CRPC zugelassen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse ist jedoch eine Kombination beider Therapien nicht zu empfehlen.

Studiendesign

  • Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie der Phase III, ERA 233 (Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie zu Radium-223-dichlorid in Kombination mit Abirateronacetat und Prednison/Prednisolon zur Behandlung von asymptomatischen oder leicht symptomatischen Chemotherapie-naiven Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom [CRPC] und vorwiegend Metastasen in den Knochen).
  • 806 Chemotherapie-naive Patienten mit CRPC und Knochenmetastasen wurden per Zufallsverfahren entweder AAP + Radium-223 (n = 401) oder AAP + Placebo (n = 405) zugewiesen.
  • Finanzierung: Bayer.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Verlaufskontrolle: 21,2 Monate.
  • 49 % der Patienten in der AAP + Radium-223- und 47 % in der Placebogruppe hatten ≥ 1 symptomatisches skelettales Ereignis oder waren verstorben.
  • In der AAP + Radium-223- vs. Placebogruppe:
    • betrug das mediane symptomatische skelettale ereignisfreie Überleben 22,3 vs. 26,0 Monate (HR: 1,122; p = 0,2636).
    • Die Rate von Frakturen (jeden Grads) betrug 29 % vs. 11 %.
    • Die häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse (TEAE) von Grad 3–4 waren Hypertonie (11 % vs. 13 %), Frakturen (9 % vs. 3 %) und erhöhte Alaninaminotransferase-Konzentrationen (9 % vs. 7 %).
    • Die Rate schwerwiegender TEAE betrug 41 % vs. 39 %.
    • Das mediane Gesamtüberleben (OS) unterschied sich nicht signifikant (HR: 1,195; p = 0,1280).
    • 2 vs. 1 Patient erlitten einen behandlungsbedingten Tod.

Einschränkungen

  • Die Knochenmineraldichte wurde nicht gemessen.