CROI 2020 – Point-of-Care-Präexpositionsprophylaxe (PrEP)-Tests sind hier


  • Liz Scherer
  • Conference Reports
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Kernbotschaft

  • Laut einer auf der CROI 2020 vorgestellten Studie zeigt ein neuartiger HIV-Point-of-Care (POC) Urintest zur Beurteilung der Einhaltung der Präexpositionsprophylaxe (PrEP) auf Tenofovir-Basis, im Vergleich zu herkömmlichen ELISA-Tests, eine Genauigkeit von 99,6 %.

Warum es wichtig ist

  • Wenn verfügbar, können schnelle, skalierbare POC-Tests die Wahrnehmungsverzerrung durch Selbsteinschätzungen beseitigen, eine sofortige Beratung ermöglichen und die HIV-Übertragung verringern.

Ergebnisse

  • 684 Urinproben von 324 Teilnehmern aus zwei klinischen Studien (einschließlich heterosexueller Männer und Frauen und Trans-Frauen im Durchschnittsalter von 31 bzw. 33 Jahren, je Studie).
  • Insgesamt waren 505 Proben mit Tenofovir-Spiegel (>1500 ng/ml) positiv und ergaben eine 100 % Empfindlichkeit.
  • 176 von 179 negative Laborproben waren mit dem Teststreifen ebenfalls negativ, was eine Spezifität von 98,3 % ergab.
  • Gesamtgenauigkeit: 99,8 % vs. ELISA-Test.

Studiendesign

  • Vergleichende Analyse eines neuartigen POC-Lateral-Flow-Immunoassay-Tests für PrEP im Vergleich zu einem laborbasierten ELISA (cut-off 1500 ng/ml) unter Verwendung von 684 Urinproben einer vielfältigen Patientenpopulation in Afrika und den USA, die an Disoproxilfumarat/Emtricitabin (Truvada) PrEP-Studien beteiligt sind.
  • Finanzierung: keine Angaben.

Limitierungen

  • weitere randomisierte, kontrollierte Begutachtungen sind erforderlich.
  • Weißkittel-Effekt ist möglich.

Kommentar

  • „Wir glauben, dass POC-Adhärenztests sowohl für die PrEP- als auch für die HIV-Behandlung ein Segen sein werden“, sagte Dr. Spinelli. „Ein negativer Test würde zum Beispiel die Notwendigkeit einer sofortigen Beratung signalisieren. Bei HIV würde eine hohe Adhärenz, aber auch eine hohe Viruslast, die Notwendigkeit von Resistenztests signalisieren.“