CROI 2019—Syphilisrate unter HIV-positiven Frauen steigt


  • Jim Kling
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Eine Syphilisinfektion kommt bei knapp 1 Prozent der mit HIV infizierten Frauen vor.
  • Eine Vorgeschichte mit intravenösem Drogenkonsum und HCV-Infektionen sind die besten Prädiktoren für eine vorliegende Infektion.

Warum das wichtig ist

  • Das erhöhte Risiko legt nahe, dass alle schwangeren Frauen mit Suchtmittelmissbrauch auf Syphilis untersucht werden sollten.

Studiendesign

  • Retrospektive Studie an 4.795 Frauen (27.249 Frauenjahre) aus der Kohorte der US-amerikanischen Centers for AIDS Research Network of Integrated Clinical Systems.
  • Finanzierung: Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development.

Wesentliche Ergebnisse

  • Medianes Alter: 47 Jahre; 63 % der Frauen waren schwarz, und 75 % hatten sich bei heterosexuellem Geschlechtsverkehr eine HIV-Infektion zugezogen.
  • Es lagen 760 Fälle von Syphilis je 100.000 Frauenjahre vor, was im Vergleich zu 2,6 Fällen je 100.000 Frauenjahre in der Allgemeinbevölkerung steht.
  • Nach einer entsprechenden Bereinigung umfassten die mit einem Syphilisrisiko assoziierten Faktoren einen früheren Missbrauch intravenöser Drogen (aOR: 2,3; 95%-KI: 1,3–3,9), das Vorhandensein von HCV-Antikörpern (aOR: 2,1; 95%-KI: 1,3–3,7), den erstmaligen Zugang zur Gesundheitsversorgung in späteren Jahren (aOR: 2,3; 95%-KI: 1,4–3,9 – gilt für 2011–2016 gegenüber 1994–2004) und schwarze Hautfarbe (aOR: 2,3; 95%-KI: 1,4–3,9 – im Vergleich zu weißen Frauen).
  • Die Autoren sind der Ansicht, dass das erhöhte Risiko wahrscheinlich auf die vermehrte Häufigkeit von transaktionalem Geschlechtsverkehr zurückzuführen ist.

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.

Expertenkommentar

  • „Es ist ziemlich wichtig, dass wir die Risikofaktoren für diese Frauen feststellen und die entsprechenden Tests und Behandlungen bei Betroffenen frühzeitig vornehmen.“ Susan Buchbinder, University of California, San Francisco.