CRC: Risiko reduziert durch Aspirin und NSAIDs, jedoch erhöht durch Alkohol und Fleisch

  • Chapelle N & al.
  • 28.09.2020

  • Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein Umbrella-Review deutet darauf hin, dass Aspirin, NSAIDs, Magnesium, Folat und ein hoher Verzehr an Obst und Gemüse, Ballaststoffen und Milchprodukten mit einem verringerten Risiko für Kolorektalkarzinom (CRC) verbunden ist.
  • Häufiger Konsum von Alkohol oder Fleisch ist dagegen mit einem erhöhten CRC-Risiko verknüpft.

Warum das wichtig ist

  • Diese Ergebnisse könnten Klinikern bei der Beratung von Patienten helfen und der Forschung zur Wirkung von Interventionen durch Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln oder chemischen Produkten bei der CRC-Prävention als Leitfaden dienen.

Studiendesign

  • Ein Umbrella-Review von 80 Metaanalysen, die Personen mit durchschnittlichem Risiko einschlossen.
  • Finanzierung: keine offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Signifikante protektive Effekte (alles relative Risikobereiche) wurden berichtet bei:
    • Aspirin (6 Metaanalysen): 0,71-0,86.
    • NSAIDs (3 Metaanalysen): 0,57-0,74.
    • Magnesium (3 Metaanalysen): 0,78-0,87.
    • Folsäure (3 Metaanalysen): 0,85-0,88.
    • Milchprodukte (3 Metaanalysen): 0,81-0,87.
    • Ballaststoffe (5 Metaanalysen): 0,57-0,94.
    • Obst und Gemüse (9 Metaanalysen): 0,48-1,00.
  • Fleisch- und Alkoholkonsum erhöhten signifikant das CRC-Risiko:
    • Fleisch (7 Metaanalysen): 1,04-1,25.
    • Alkohol (9 Metaanalysen): 1,03-1,52.
  • Es zeigte sich keine Evidenz für einen protektiven Effekt von Tee, Kaffee, Knoblauch, Fisch oder Sojaprodukten.

Einschränkungen

  • Heterogenität unter den Studien.