CRC-Lebermetastasen: Wann ist eine R1-Resektion angemessen?

  • Xu D & al.
  • Eur J Surg Oncol
  • 09.03.2019

  • von Jim Kling
  • Univadis Clinical Summaries
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Bei durch kolorektales Karzinom (CRC) entstandenen Lebermetastasen führten Resektionsränder im Submillimeterbereich (R1) bei Patienten mit RAS-Wildtyp, die auf eine neoadjuvante Chemotherapie (NACT) ansprachen, zu ähnlichen Ergebnissen wie Ränder von ≥ 1 mm (R0).
  • Schlechtere Ergebnisse mit einer R1-Resektion erzielten Patienten mit einer RAS-Mutation oder Patienten, die auf eine NACT nicht ansprachen.

Warum das wichtig ist

  • Laut den Autoren sind R1-Resektionsränder nur bei Tumoren mit RAS-Wildtyp akzeptabel, die auf eine NACT ansprechen.

Studiendesign

  • Retrospektive Analyse von 214 Patienten mit ursprünglich resezierbaren CRC-Lebermetastasen, die sich nach Erhalt einer NACT einer Leberresektion unterzogen hatten.
  • Finanzierung: Chinesische Regierung; Chinese Society of Clinical Oncology-MERCK SERONO Oncology Research Fund.

Wesentliche Ergebnisse

  • Unter Patienten mit Ansprechen auf eine Chemotherapie (RC) war die Rate des Gesamtüberlebens (OS) zwischen R0- und R1-Resektion ähnlich, aber bei NACT-Nonrespondern mit R1 niedriger (5-jährige OS-Rate: 24,4 % vs. 12,8 %; p = 0,022).
  • Das OS war bei RAS+ NACT-Respondern, Wildtyp-RAS-Nonrespondern und RAS+ Nonrespondern mit einer R1-Resektion kürzer als mit einer R0-Resektion.
  • Bei NACT-Respondern mit Wildtyp-RAS zeigte sich kein Unterschied im 5-jährigen OS zwischen R0 und R1 (66,4 % vs. 65,2 %; p = 0,884).

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.