CRC: intensive Überwachung nach Resektion verbessert nicht das Überleben

  • Lepage C.
  • ESMO
  • 19.09.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Intensive Überwachung mit Testung des carcinoembryonalen Antigens (CEA) und CT-Untersuchungen nach Resektion eines Kolorektalkarzinoms (CRC) verbessert nicht das Gesamt- oder rezidivfreie Überleben im Vergleich zum standardmäßigen Monitoring per Abdomen-Ultraschall und Thorax-Röntgen.
  • Diese Ergebnisse wurden beim virtuellen Kongress der European Society for Medical Oncology 2020 vorgestellt.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Leitlinien, die ein CT- und CEA-Monitoring einschließen, überarbeitet werden sollten und dass die Standard-Überwachungsmethoden Ultraschall und Thorax-Röntgen sein sollten.

Studiendesign

  • Randomisierte Multicenter-Studie PRODIGE 13.
  • 1995 Patienten mit CRC nach kurativer Operation wurden in einer doppelten Randomisierung zugeteilt zu:
    • Intensivem radiologischem Monitoring vs. Standard-Monitoring und CEA- vs. keiner CEA-Beurteilung.
  • Finanzierung: keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • 52% der Patienten hatten eine Erkrankung im Stadium II.
  • Mittleres Follow-up: 6,5 Jahre.
  • Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen den Überwachungsgruppen hinsichtlich 5-Jahres-OS (p=0,340) oder rezidivfreien Überlebens (p=0,473).
  • Raten sekundärer Resektion:
    • 66,3% mit Standard-Bildgebung und CEA.
    • 59,5% mit CT plus CEA.
    • 50,7% mit CT, aber ohne CEA.
    • 40,9% mit Standard-Bildgebung und ohne CEA (p=0,0035).
  • Raten sekundärer Resektion mit kurativer Absicht:
    • 57,9% mit Standard-Bildgebung und CEA.
    • 47,8% mit CT plus CEA.
    • 55% mit CT, aber ohne CEA.
    • 42,9% mit Standard-Bildgebung und ohne CEA.

Einschränkungen

  • Die Studie läuft noch.