CRC: familiäre Vorbelastung ist ein Risikofaktor bei Patienten mit IBD

  • Samadder NJ & al.
  • Clin Gastroenterol Hepatol
  • 26.09.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung (IBD) und einem Verwandten ersten Grads mit kolorektalem Karzinom (CRC) haben eine zweimal höhere Wahrscheinlichkeit, ein CRC zu entwickeln, als Patienten ohne familiäre Vorbelastung.

Warum das wichtig ist

  • Es fehlten Daten zum Zusammenhang einer familiären Vorbelastung von CRC bei Patienten mit IBD und dem CRC-Risiko insgesamt.

Studiendesign

  • Populationsbasierte Kohortenstudie von 9.505 Einwohnern aus Utah mit IBD.
  • Finanzierung: Crohn’s and Colitis Foundation of America, National Cancer Institute und andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • 61 Patienten mit Colitis ulcerosa (UC) und 40 mit Morbus Crohn (CD), die im Verlauf von 84.364 Personenjahren einer Nachbeobachtung mit CRC diagnostiziert worden waren; 6 hatten einen Verwandten ersten Grads mit CRC.
  • Signifikant höheres Risiko von CRC bei Patienten mit IBD, im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung (standardisierte Inzidenzrate [SIR]: 4,3; 95 %-KI: 3,5–5,1)..
  • Das CRC-Risiko war am höchsten bei gleichzeitiger primär sklerosierender Cholangitis (PSC) (SIR: 14,8; 95 %-KI: 8,3–21,2), gefolgt von einer UC (SIR: 5,2; 95 %-KI: 3,9–6,6) und CD (SIR: 3,4; 95 %-KI: 2,3–4,4).
  • Ein männliches Geschlecht (HR: 2,15; p 
  • Das CRC-Risiko war bei IBD-Patienten mit einem Verwandten ersten Grads höher als ohne (Risikoverhältnis innerhalb der Kohorte: 1,88;  95 %-KI: 0,8–4,3).

Einschränkungen

  • Keine Daten zur medikamentösen Versorgung, Ernährung und Dauer der IBD.