COVID-19 Wöchentliche Highlights rund um die Welt: zwei Impfstoffe, die potenzielle dritte Welle, ein Schnelltest für zu Hause....


  • Univadis Medical News
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Anlässlich der sich schnell ändernden Lage bei der COVID-19-Pandemie würden wir von Univadis gerne die Artikel aus unserm Netzwerk mit Ihnen teilen, die in der vergangenen Woche die größte klinische Relevanz hatten und am meisten Beachtung fanden.

Nicht alle dieser Artikel sind auf Deutsch erschienen, sodass wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst und einen Link zum Original gelegt haben, wo sie weitere detaillierte Information finden.

Das  Mainzer Unternehmen Biontech und sein Partner Pfizer haben mitgeteilt, dass ihr Impfstoffkandidat BNT162b2 mit einer Effektivitä t von 95 Prozent vor COVID-19 sch ü tzt. De r Mitteilung zufolge gab es bei mehr als 43.000 Studienteilnehmern 170 best ä tigte COVID-19-F älle , davon 162 in der Placebo-Gruppe. Zehn Erkrankungen verliefen schwer; eine von diesen schweren Verläufen betraf eine Person aus der Impf-G ruppe.

Der COVID-19-Impfstoff vom US-Unternehmen Moderna schützt in 94,5% der Fälle vor COVID-19. Vorl ä ufige Ergebnisse aus nicht-klinischen Studien und fr ü hen klinischen Studien mit Erwachsenen deuten darauf hin, dass der Impfstoff die Produktion von Antik ö rpern und T-Zellen induziert. 

daustralien hat ab Donnerstag, dem 19. November, einen sechst ä gigen Lockdown verh ä ngt, um den jüngsten COVID-19-Ausbruch einzudämmen. Südaustralien hatte am Mittwoch, dem 18. November, 35 aktive F älle registriert, mehrere davon aus einem einzigen Cluster in Adelaide.

Inmitten der Spekulationen ü ber eine m ö gliche "dritte Welle" verzeichnet Japan glich über 2000 COVID-19 -Fälle . Tokio meldete am Mittwoch, dem 18. November, eine Rekordzahl von 493 Neuinfektionen, wodurch der bisherige Tagesh ö chststand vom August 2020 übertroffen wurde.   

Die belgische Regierung ndigte am Montag ihre Absicht an, mindestens 70% der Bev ö lkerung des Landes mit den k ü nftigen Impfstoffen gegen COVID-19 zu versorgen. Die für alle Einwohner des Landes kostenlose Impfung wird nicht obligatorisch sein. Ungefähr jeder sechste Belgier gab laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage an, dass er sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen möchte. Belgien, ein Land mit 11,5 Millionen Einwohnern, in dem bereits fast 540.000 COVID-19-F ä lle und mehr als 14.000 Todesf ä lle registriert wurden, ist eines der am h ä rtesten betroffenen L änder Europas. 

Domenico Arcuri, Sonder beauftragter r COVID-19 beim italienischen Gesundheitsministerium, gab die wichtigsten Richtlinien seines Plans bekannt, die Bevölkerung so rasch wie möglich mit einem Impfstoff zu versorgen . Zuerst sollen Krankenh äuse r und Altenheime beliefert werden, die stark von der Pandemie betroffen sind. Die zweite Impfstoff-Lieferung erfolgt über so genannte Durchfahrtstationen nach einer strengen Prioritätenliste, die derzeit noch mit Epidemiologen und Ethikern diskutiert wird (Risiko-Personen wie sehr alte Menschen und chronisch Kranke werden zuerst geimpft).

In Spanien scheint die zweite Welle einen positiven Verlauf zu nehmen: die Zahl der Infektionen hat sich stabilisiert und ist "sogar r ü ckl ä ufig“. Trotz dieses Trends hat Spanien w ä hrend der zweiten Welle mit 435 Todesf ä llen einen neuen H ö chststand erreicht; auch wurde  die Zahl von 1,5 Millionen best ä tigten Fälle n von COVID-19 ü berschritten. Die Regierung hat eine Steuersenkung f ür Schutzmasken von 21% auf 4% angek ü ndigt ; zudem plant sie eine solche Steuersenkung auch für hydroalkoholischen Gels. Die spanische Agentur f ü r Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (AEMPS) hat die erste klinische Phase-III-Studie f ü r den Impfstoff gegen COVID-19 von Johnson & Johnson in neun spanischen Krankenh ä usern genehmigt.

Die Vereinigten Staaten haben in dieser Woche mit mehr als 250.000 Toten seit Beginn der Pandemie im vergangenen Fr ü hjahr einen weiteren Negativ-Rekord erzielt. Da die Zahl der F ä lle weiter steigt, verh ä ngten die Regierungen der Bundesstaaten und Kommunen neue Beschr ä nkungen , darunter Auflagen zum Maskenschutz und die Schließung von Restaurants und Bars. In der Zwischenzeit ergab eine Umfrage unter Krankenschwestern , dass pers ö nliche Schutzausr ü stung immer noch Mangelware ist; ein Arzt sagte gegenüber Medscape, er mache sich Sorgen, was mit den Ressourcen geschehen werde, wenn in zu vielen Regionen des Landes die Erkrankungsfälle gleichzeitig „in die Höhe schnellten . Positiv zu vermerken ist, dass die FDA eine Notfallgenehmigung r den ersten COVID-19-Schnelltest zum Heimgebrauch erteilt hat und Pfizer ein Pilotprojekt zur Versorgung mit seinem COVID-19-Impfstoff in vier US-Bundesstaaten gestartet hat.

W ä hrend die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen COVID-19 in Frankreich stetig abnimmt, bleibt die Situation auf den Intensivstationen sehr angespannt ; zudem verschlechtert sich die psychische Verfassung der Bev ö lkerung. „Die psychische Gesundheit der Franzosen hat sich zwischen Ende September und Anfang November erneut verschlechtert", sagte Jé me Salomon, Generaldirektor f ü r Gesundheit. Positiv ist, dass bei einem COVID-19-Patient zum ersten Mal in Frankreich eine doppelte Lungentransplantation vorgenommen wurde, da seine beiden Lungenflügel so gut wie zerstört waren.

 

-Univadis, Medscape and Mediquality editorial team