COVID-19: Überarbeitete technische Richtlinie der WHO konzentriert sich auf schwere akute Atemwegsinfektionen

  • World Health Organization
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  • 14.03.2020

  • von Liz Scherer
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Die aktualisierte technische Richtlinie der WHO konzentriert sich auf das Management schwerer akuter Atemwegsinfektionen (SARI) bei Patienten mit Verdacht auf Covid-19.

Warum das wichtig ist

  • Alle Ärzte sollten die technische Richtlinie zurate ziehen.

Wichtigste Punkte

  • Screening und Isolation aller Patienten mit Verdacht auf Covid-19 bei erstem Kontakt mit dem Gesundheitssystem 
  • Einleitung der Infektionsprävention und Kontrolle (IPK) bei Betreten des Krankenhauses/der Einrichtung: Verdachtsfälle setzen Maske auf/werden isoliert, Einhalten eines Abstands von > 1 m zwischen den Patienten
  • Durchführung einer patientennahen Risikobewertung bei jedem Patientenkontakt zur Bestimmung der Notwendigkeit zusätzlicher Vorsichtsmaßnahmen (z. B. bei Tröpfcheninfektion, Kontaktinfektion, Inhalationsinfektion)
  • Einhaltung der Richtlinien zur Entnahme, zur Verarbeitung, zu den Laboruntersuchungen und zu den Verfahren zur Biosicherheit von Proben; es sollte in Betracht gezogen werden, die Untersuchung symptomatischer schwangerer Frauen zu priorisieren, um eine spezialisierte Versorgung zu ermöglichen.
  • Behandlung von Schwangeren und Frauen, die vor Kurzem noch schwanger waren, mit vermuteter oder bestätigter Covid‑19 mit unterstützenden Maßnahmen und einer Behandlung unter Berücksichtigung der immunologischen und physiologischen Veränderungen während/nach der Schwangerschaft 
  • Es gibt weiterhin wenige Daten zu Kindern und es wurden relativ wenige Fälle bei Säuglingen gemeldet; in beiden Populationen scheint es zu weniger schwerwiegenden bis leichten Symptomen zu kommen.
  • Infektionen mit Pathogenen, die nicht Covid-19 verursachen, schließen Covid‑19 nicht aus.
  • schwere Fälle (SARI, Atemnot, Hypoxämie, Schock): sofortiges Atemwegsmanagement und Sauerstofftherapie (SpO2-Zielwert von > 94 %)
  • Einleitung von unterstützenden Therapiemaßnahmen bei Patienten mit klinischer Verschlechterung
  • Anpassung der Behandlung an die Komorbiditäten
  • Vermeidung eines aggressiven Flüssigkeitsmanagements bei SARI-Patienten mit Nachweis eines Schocks 
  • Für zusätzliche Maßnahmen sollte die Richtlinie zurate gezogen werden.