COVID-19: Prävalenz von Lungenembolie in französischen Krankenhäusern beträgt 1 von 20

  • Planquette B & al.
  • Thromb Res
  • 07.11.2020

  • von Liz Scherer
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Bei stationär mit COVID-19 aufgenommenen Patienten beträgt die Prävalenz einer Lungenembolie (PE) 1 von 20.
  • Bei CT-Untersuchungen wegen des klinischen Verdachts auf PE liegt die PE-Prävalenz bei etwa 1 von 5.

Warum das wichtig ist

  • Eine PE tritt häufig zusammen mit einer COVID-19-Pneumonie auf.
  • ITS-Patienten mit COVID-19 weisen ein besonders hohes PE-Risiko auf.
  • Eine PE und die Ausdehnung von COVID-19-Läsionen korrelieren in der CT.

Wesentliche Ergebnisse

  • 1.042 Patienten mit COVID-19.
  • 25,8 % erhielten eine CT-Pulmonalisangiographie.
  • PE-Prävalenz:
    • 5,6 % insgesamt,
    • 21,2 % bei denjenigen, die eine CT erhielten.
  • Die Notwendigkeit einer invasiven mechanischen Beatmung war mit einem erhöhten PE-Risiko verbunden:
    • OR: 2,79 (95 %-KI: 1,33–5,84).
  • Mortalität:
    • 20,3 % mit PE vs. 16,1 % ohne PE in der CT;
    • OR: 1,36 (95 %-KI: 0,53–3,14).
  • Eine PE im CT-Scan war mit ausgedehnteren COVID-19-Läsionen assoziiert als keine PE in der CT:
    • OR: 3,9 (95 %-KI: 1,54‒9,94).
    • Es bestand auch eine Verknüpfung mit parenchymalen Läsionen von > 50 %.
  • Patienten mit PE wiesen eine höhere Wahrscheinlichkeit für erhöhtes C-reaktives Protein auf:
    • OR: 3,36 (95 %-KI: 1,58‒7,14).
  • Das PE-Risiko war mit einem D-Dimer-Spiegel von > 2.605 ng/ml 5,11-mal höher (95 %-KI: 1,90–13,76).

Studiendesign

  • Retrospektive, multizentrische Fallkontrollserie zur Bewertung der PE-Prävalenz und -Merkmale bei konsekutiven französischen Patienten, die mit einer COVID-19-Pneumonie an zwei französischen Krankenhäusern stationär behandelt wurden.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Retrospektiv
  • Immortal-Time-Bias
  • Uneinheitliche CT-Untersuchungen