COVID-19: Nicht diagnostizierter Diabetes erhöht Risiko für Krankenhauseinweisung

  • Hamer M & al.
  • Metab Clin Exp
  • 21.08.2020

  • von Miriam Tucker
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Ein höherer HbA1C-Spiegel im nichtdiabetischen Bereich stellt einen Risikofaktor für eine Krankenhauseinweisung wegen COVID-19 dar.  
  • Personen mit nicht diagnostiziertem Diabetes tragen möglicherweise ein besonders hohes Risiko.

Warum das wichtig ist

  • Es ist nicht bekannt, ob Diabetes das Risiko für die Entwicklung von COVID-19 erhöht.
  • Das Risiko kann bei denjenigen unbekannt sein, die noch nicht diagnostiziert wurden.

Studiendesign

  • Biomedizinische Beurteilungen, durchgeführt bei 337.802 Erwachsenen aus der prospektiven Kohortenstudie der UK Biobank, von denen 4,8 % an diagnostiziertem Diabetes litten.
  • Das Ergebnis war die Anzahl von Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung, die schwerwiegend genug war, um im Zeitraum vom 16. März bis 26. April 2020 eine Krankenhausaufnahme zu bedingen.
  • Finanzierung: UK Medical Research Council, US National Institute on Aging.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei der Nachbeobachtung wurden 649 COVID-19-Fälle dokumentiert.
  • Nach Bereinigung um mehrere Störfaktoren war das relative Risiko (95 %-KI) für eine Krankenhauseinweisung wegen COVID-19 im Vergleich zu Teilnehmern ohne Diabetes-Diagnose und HbA1C-Werten von 
  • Personen mit nicht diagnostiziertem Diabetes zur Baseline und HbA1C-Werten ≥ 6,5 %:
    • 2,68 (1,66–4,33).
  • Schlecht kontrolliertem (HbA1C ≥ 8,6 %) diagnostizierten Diabetes:
    • 1,91 (1,04–3,52).
  • In einer um Alter und Geschlecht bereinigten Analyse stieg das relative Risiko (95 %-KI) für eine Krankenhauseinweisung wegen COVID-19 mit einem HbA1C-Wert unterhalb des Zielbereichs für Diabetes im Vergleich mit einem HbA1C-Wert von ≤ 5,10 % an, von: 
    • 1,22 (0,93–1,61) bei einem HbA1C-Wert von 5,11–5,30 % auf
    • 2,13 (1,65–2,74) bei einem HbA1C-Wert von ≥ 5,70 % (pTrend 
  • Der Zusammenhang schwächte sich nach Bereinigung um Kovariaten, einschließlich sozioökonomischer Status und Gesundheitsverhalten, ab, blieb jedoch bestehen.
  • Einschränkungen

    • Ein Selektionsbias ist möglich.
    • Die Studienpopulation besteht zu 94,5 % aus weißen Briten.