COVID-19: Konzentrationen des Virusantigens prognostizieren schlechtere Ergebnisse

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  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Höhere Baseline-Konzentrationen des SARS-CoV-2-Nukleokapsid(N)-Protein-Antigens im Plasma sind bei stationären COVID-19-Patienten mit dem klinischen Schweregrad assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Es besteht ein Bedarf an Biomarkern zur Bestimmung des klinischen Schweregrads von COVID-19, um für die Behandlung eine Anleitung zu bieten.
  • Dies ist eine der ersten Studien zum potenziellen Wert der SARS-CoV-2-N-Protein-Konzentrationen als in der Praxis anwendbarer Biomarker für den klinischen Schweregrad.

Studiendesign

  • Prospektive Kohortenstudie mit 2.540 stationären COVID-19-Patienten an 114 Zentren in 10 Ländern (August 2020 bis November 2021)
  • Die Baseline-Konzentration des viralen N-Antigens im Plasma wurde bei Studieneintritt gemessen.
  • Primäre Ergebnisse: Beurteilung des Lungenstatus an Tag 5 des Krankenhausaufenthalts und Zeit bis zur Entlassung
  • Finanzierung: Operation Warp Speed der US-Regierung, NIH

Hauptergebnisse

  • 57 % der Patienten wiesen zur Baseline hohe N-Antigen-Konzentrationen (≥ 1.000 ng/l) im Plasma auf.
  • Höhere Plasma-N-Antigen-Konzentrationen zur Baseline waren mit einem höheren Schweregrad pulmonaler Symptome zur Baseline assoziiert:
    • Die mittlere Antigenkonzentration war bei Patienten, die eine nichtinvasive Beatmung oder eine High-Flow-Nasenkanüle benötigten, 3,10-mal höher (95 %-KI: 2,22–4,34) als bei Raumluft und 6,42-mal höher (95 %-KI: 5,37–7,66) als bei Patienten, die keine Anti-Spike-Antikörper aufwiesen.
  • Eine Antigenkonzentration im Plasma von ≥ 1.000 ng/l (vs. < 1.000 ng/l) war mit einem schlechteren Lungenstatus an Tag 5 (aOR: 5,06; 95 %-KI: 3,41–7,50) und einer längeren Zeit bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus (Median: 7 vs. 4 Tage; Sub-HR: 0,51; 95 %-KI: 0,45–0,57) assoziiert.

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie