COVID-19: Kein Vorteil durch Hydroxychloroquin und Azithromycin in retrospektiver Studie gefunden

  • Rosenberg ES, et al.
  • JAMA

  • von Priscilla Lynch
  • Medical News
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Eine retrospektive Studie an hospitalisierten COVID-19-Patienten ergab, dass die Behandlung mit Hydroxychloroquin, Azithromycin oder beidem im Vergleich zu Patienten, die keines der beiden Medikamente erhielten, nicht mit einem signifikanten Unterschied in der Mortalität im Krankenhaus assoziiert war.

Den in JAMA veröffentlichten Ergebnissen zufolge kam es jedoch häufiger zu Herzstillständen bei Patienten, die mit einer Kombination aus beiden Medikamenten behandelt wurden.
Bei 1438 hospitalisierten Patienten mit COVID-19 (858 [59,7%] männlich, medianes Alter 63 Jahre) hatten diejenigen, die Hydroxychloroquin, Azithromycin oder beide Medikamente erhielten, eine höhere Wahrscheinlichkeit für Diabetes, eine Atemfrequenz >22/min, abnormale Befunde bei der Thoraxaufnahme, eine O2-Sättigung 40 U/L als diejenigen, die keines der beiden Medikamente erhielten.

Die Gesamtmortalität bei den im Krankenhaus behandelten Patienten betrug 20,3% (95% CI, 18,2%-22,4%). Die Sterbewahrscheinlichkeit für Patienten, die Hydroxychloroquin + Azithromycin erhielten, betrug 189/735 (25,7% [95% KI, 22,3%-28,9%]), für Hydroxychloroquin allein, 54/271 (19,9% [95% KI, 15,2%-24,7%]), für Azithromycin allein, 21/211 (10,0% [95% KI, 5,9%-14,0%]) und erhielten die Patienten keines der beiden Medikamente betrug sie 28/221 (12,7% [95% KI, 8,3%-17,1%]).

In bereinigten Cox-Proportionalen-Hazard-Modellen konnte gezeit werden, dass es im Vergleich zu Patienten, die keines der beiden Medikamente erhielten, keine signifikanten Unterschiede in der Mortalität bei Patienten gab, die Hydroxychloroquin + Azithromycin, Hydroxychloroquin allein oder Azithromycin allein erhielten.

In logistischen Modellen war die Wahrscheinlichkeit eines Herzstillstands bei Patienten, die Hydroxychloroquin + Azithromycin, aber nicht Hydroxychloroquin allein oder Azithromycin allein erhielten, im Vergleich zu Patienten, die weder das eine noch das andere Medikament erhielten, signifikant höher.