COVID-19: EKG-Befunde, die Mortalität prognostizieren

  • McCullough SA & al.
  • J Card Fail
  • 13.06.2020

  • von Emily Willingham, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit COVID-19 umfassen die mit einer Mortalität in Verbindung stehenden EKG-Ergebnisse links- und rechtsseitige Herzerkrankungen, eine ST-Hebung ist jedoch selten.
  • Vorhof-Extrasystolen (PACs), Repolarisationsanomalien und Rechtsschenkelblock (RSB) gehörten alle zu den signifikanten Befunden.

Warum das wichtig ist

  • Die kardialen Auswirkungen von COVID-19 werden derzeit noch untersucht und beschrieben.
  • Den Autoren zufolge könnte das EKG ein nützliches, nichtinvasives Instrument zur Prognose der Ergebnisse sein, selbst bei Patienten, die noch keine mechanische Beatmung benötigen.

Wesentliche Ergebnisse

  • Insgesamt waren 94,4 % der Patienten im Sinusrhythmus.
  • 57 % litten an Hypertonie, 14 % an einer koronaren Herzerkrankung.
  • 11,9 % der 756 Patienten verstarben.
  • Die folgenden EKG-Befunde waren in einer multivariaten Analyse mit Mortalität (ORs; 95 %-KIs) verknüpft:
    • APCs: 2,57 (1,23–5,36).
    • RSB/intraventrikulärer Block: 2,61 (1,32–5,18).
    • Ischämische T-Inversion: 3,49 (1,56–7,80).
    • Repolarisationsereignisse: 2,31 (1,27–4,21).
  • Nur 0,7 % (n = 5) wiesen eine ST-Hebung auf.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohortenstudie von 756 COVID-19-Patienten (mittleres Alter: 63,3 ± 16 Jahre), bei denen bei der stationären Aufnahme ein EKG durchgeführt wurde.
  • Ergebnisdaten für mindestens 2 Wochen für alle Patienten.
  • Finanzierung: NewYork-Presbyterian Hospital, Weill Cornell Medical College.

Einschränkungen

  • Retrospektiv, beobachtend.
  • Die Sterbedaten waren in der derzeitigen Situation zwangsläufig unvollständig.
  • Nicht bei allen Patienten lag ein Baseline-EKG aus der Zeit vor der COVID-19-Erkrankung vor.