COVID-19: Echokardiographie verändert bei 1 von 3 Patienten das Management

  • Dweck MR & al.
  • Eur Heart J Cardiovasc Imaging
  • 18.06.2020

  • von Emily Willingham, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • In dieser prospektiven COVID-19-Studie mit 1.216 Patienten aus 69 Ländern aller bewohnter Kontinente wies die Hälfte eine echokardiografische Auffälligkeit auf.
    • 1 von 7 Patienten hatte eine gravierende Anomalie.
  • Bei 1 von 3 Patienten führten die Ergebnisse der Echokardiographie zu Veränderungen im klinischen Management.

Warum das wichtig ist

  • Die Echokardiographie ist nicht-invasiv, leicht verfügbar und standortunabhängig und bietet eine Möglichkeit, mit geringem Aufwand mehr Informationen über Patienten mit COVID-19 zu erhalten und das klinische Management gezielter zu gestalten.

Wesentliche Ergebnisse

  • 1 von 4 Patienten hatte eine vorbestehende Herzerkrankung.
  • 667 von 1.216 Patienten (55 %) wiesen in der Echokardiographie anomale Befunde auf.
    • Diese Patienten waren tendenziell älter und hatten eine bestehende Herzerkrankung.
  • 39 % wiesen linksventrikuläre Anomalien auf.
  • 33 % wiesen rechtsventrikuläre Anomalien auf.
  • Die Befunde waren in einigen Fällen neu (Myokardinfarkt bei 3 %, Myokarditis bei 3 %, Tako-Tsubo-Kardiomyopathie bei 2 %).
  • 15 % hatten eine schwere Herzerkrankung, beispielsweise Tamponade.
  • Die Prädiktoren (OR; 95 %-KI) für auffällige Befunde umfassten:
    • Erhöhte Werte natriuretischer Peptide: 2,96 (1,75–5,05).
    • Kardiales Troponin: 1,69 (1,13–2,53).
  • Die Schwere von COVID-19 prognostizierte gravierende Anomalien (OR; 95 %-KI) in der Echokardiographie:
    • Moderate Symptome: 2,34 (1,32–4,29).
    • Schwere Symptome: 3,19 (1,73–6,10).
  • Bei 33 % der Patienten wurde die Behandlung aufgrund der Echokardiographie-Ergebnisse umgehend geändert.

Studiendesign

  • Die Daten für diese prospektive Erhebung decken den Zeitraum 3.–20. April 2020 ab.
  • Finanzierung: British Heart Foundation, andere Sponsoren.

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie.
  • Variabilität unter Umfrageteilnehmern.
  • Auswahlverzerrung.