Corona: Maskenauslieferung unter Polizeischutz

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Berlin (pag) – Vorsichtige Entwarnung: Der Mangel an Schutzmasken dürfte sich verringern, hofft Dr. Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), auf einer Online-Pressekonferenz am 19. März. Zuvor hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt, dass zehn Millionen Masken geliefert worden sind und verteilt werden können.

 

Die Verteilung laufe über die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) , sagt Gassen – unter Polizeischutz, wie sein Vize Dr. Stephan Hofmeister mitteilt. Bis Ende dieser Woche sollten sie den Praxen zur Verfügung stehen. Die KV Hamburg berichtet bereits am Donnerstagabend, dass die erste Lieferung Schutzmasken eingetroffen ist.

In der Corona-Krise betont KBV-Chef Gassen die Bedeutung der Kassenärzte und ihrer Teams. „Die niedergelassenen Praxen sind der Damm der Versorgung“, sagt er und Hofmeister ergänzt: „Oberstes Gebot muss also sein, die ambulante Versorgung als Bollwerk aufrecht zu erhalten, damit die klinische Versorgung nicht in die Knie geht.“ Allerdings hätten schon einige Praxen schließen müssen, sagt Gassen. Mittlerweile habe sich die 116117 zur Covid-19-Hotline entwickelt. Hofmeister bittet, diese für akut Erkrankte freizuhalten. „Allein am vergangenen Montag verzeichnete die 116117 an die 165.000 Anrufe“, verdeutlicht Gassen.

Die Corona-Testkapazitäten reichen laut Hofmeister noch aus. „Aber wir müssen dafür sorgen, dass das so bleibt und dass die Tests auch weiterhin allen zur Verfügung stehen, bei denen ein begründeter Verdacht darauf besteht, dass sie infiziert sein könnten“, sagt der stellvertretende KBV-Chef. Allein im ambulanten Bereich seien es 180.000 pro Woche. Mobile Tests, welche die Bürger zu Hause nutzen könnten, sieht die KBV mit Skepsis.

Die Corona-Krise geht auch an die finanzielle Substanz der Arztpraxen, die KBV wünscht sich deswegen einen Rettungsschirm. Gassen: „Wir wollen keine Geldgeschenke. Wir wollen eine Honorarsicherheit.“ Eine erhöhte Vergütung für die Krankschreibungen per Telefon werde von Seiten der KBV derzeit aber nicht forciert, reagiert Gassen auf eine Forderung des Hartmannbundes. Geplant sei aber diese von sieben auf 14 Tage zu erweitern.