Corona-Impfung: Regelversorgung im April

  • Medizinische Nachrichten
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Berlin (pag) – Die Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV), die zum Jahresende ausläuft, wird noch einmal bis zum 7. April verlängert. Danach sollen die Immunisierungen in die Regelversorgung überführt werden.

Einen entsprechenden Entwurf hat der Bundestag mit dem „Gesetz zur Einführung von Preisbremsen für leitungsgebundenes Erdgas und Wärme und zur Änderung sonstiger Vorschriften“ durchgewunken. Durch die Verlängerung will das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den beteiligten Akteuren ausreichend Zeit einräumen, um Verträge zur Durchführung, Vergütung und Abrechnung der Impfleistung in der Regelversorgung zu schließen. Bis zum 7. April haben diese dafür Zeit, so lange regelt die CoronaImpfV Vergütungshöhe und Abrechnungsmodalitäten. Für Vertragsärzte bleiben Honorar, Bestell- und Lieferwege vorerst gleich.

Damit kommt das Bundesgesundheitsministerium den Leistungserbringern entgegen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatte zuletzt „Chaos“ befürchtet, sollten die Immunisierung schon ab Januar in die Regelversorgung kommen. Die Verlängerung ermögliche die „nahtlose Fortführung“ der Schutzimpfungen, heißt es in ihrer Stellungnahme. Außerdem begrüßt die KBV „die Absicht der Bundesregierung, die Impfstoffe bis Ende 2023 weiterhin zentral zu beschaffen“. Apotheken sollen ebenfalls in die Regelversorgung mit Corona-Schutzimpfungen einbezogen werden. Dadurch könne „dauerhaft ein weiterer, niedrigschwelliger Zugang angeboten werden, um die Impfquote zu erhöhen“, heißt es im Entwurf. Das ärgert die KBV: Apotheker seien für den Umgang mit akuten Impfreaktionen nicht ausgebildet.

Die Refinanzierung der Zahlungen aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds durch Bundesmittel entfällt allerdings ab dem 1. Januar. Außerdem stellt der Bund zu diesem Zeitpunkt die Teilfinanzierung der Impfzentren ein. Die Länder können diese aber weiterhin selbst finanzieren. Die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung werden vom BMG auf einen unteren dreistelligen Millionenbetrag geschätzt, für die private Krankenversicherung wird mit einem unteren zweistelligen Millionenbetrag gerechnet.