Corona-Beschlüsse: Warn-App, Masken, Schnelltests

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Berlin (pag) – Die neuen Corona-Beschlüsse von Bundesregierung und Ländern treten Anfang Dezember in Kraft. Darunter sind auch einige Neuerungen, die Menschen mit Vorerkrankungen betreffen.

 

Die Corona-Warn-App bekommt eine Reihe neuer Funktionen. Die Risikoüberprüfung kann nun mehrmals täglich erfolgen, vorausgesetzt es besteht eine WLAN-Verbindung. Ansonsten wird weiterhin einmal pro Tag geprüft. Außerdem erhalten positiv getestete Nutzer, die ihr Testergebnis noch nicht über die App geteilt haben, automatische Erinnerungen. In einem Mini-Dashboard werden Informationen zum Infektionsverlauf integriert und die Messgenauigkeit ist laut Beschlusspapier verbessert worden. Für 2021 sind die Einführung eines Kontakttagebuchs und einer Anmeldefunktion für Gaststätten und Veranstaltungen im Gespräch.

 

Das Vorhaben der Bundesregierung, vulnerable Gruppen mit 15 vergünstigten FFP2-Masken pro Kopf auszustatten, schreitet voran. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gibt nach Aufforderung durch das Bundesgesundheitsministerium eine Empfehlung zur Definition der berechtigten Covid-19-Risikogruppen ab. Als besonders vulnerable Gruppen definiert der G-BA alle Menschen über 60 Jahre sowie Patienten mit folgenden Vorerkrankungen: bestehende Risikoschwangerschaft, Herzinsuffizienz, zerebrovaskuläre Erkrankung insbesondere Schlaganfall, Diabetes mellitus Typ 2, Krebserkrankung unter aktiver Chemo- oder Radiotherapie, Niereninsuffizienz ab Stadium 4, COPD, Asthma, Organtransplantation, Demenz, Übergewicht mit BMI ab 30.

 

Das Gremium empfiehlt außerdem, zur Vermeidung von Arztbesuchen, keine Atteste auszustellen, sondern alle Risikopatienten unter 60 Jahre „durch einfache, praktisch auch umsetzbare Regelungen“ zu ermitteln. Dabei soll vorrangig auf Kriterien wie Pflegebedürftigkeit, Chroniker-Regelung und DMP-Status abgestellt werden.

Pflegeheimbewohner sollen nach Willen der Bundesregierung und der Länder „zu Weihnachten unter möglichst sicheren Bedingungen Familienbesuch erhalten können“. Dazu soll ab Dezember jede Einrichtung monatlich 30 Schnelltests pro Einwohner zur Verfügung gestellt bekommen.