Cochrane Review befürwortet moderate Hypofraktionierung bei lokal begrenztem Prostatakarzinom

  • Hickey BE & al.
  • Cochrane Database Syst Rev
  • 03.09.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine moderate Hypofraktionierung beim lokal begrenzten Prostatakarzinom (bis zu einer Fraktionsgröße von 3,4 Gy) erreicht vergleichbare Ergebnisse für das Überleben und späte urogenitale/gastrointestinale Toxizität wie eine konventionelle Fraktionierung.
  • Eine Hypofraktionierung kann die akute gastrointestinale Toxizität erhöhen.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse sprechen für eine Hypofraktionierung als Alternative zu einer konventionellen Fraktionierung.

Studiendesign

  • Eine Metaanalyse von 10 Studien, die 8278 Männer mit lokal begrenztem Prostatakarzinom unter Radiotherapie einschloss (Hypofraktionierung oder konventionelle Fraktionierung).
  • Finanzierung: Princess Alexandra Cancer Collaborative Group, Australia.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das durchschnittliche Follow-up für krebsspezifisches Überleben (CSS) betrug 72 Monate.
  • Die Hypofraktionierung zeigte nur geringen bis keinen Unterschied im CSS gegenüber konventioneller Fraktionierung  (HR 1,00; 95% KI 0,72-1,39; n=8).
    • Dies passt zu 976/1000 Patienten, die 6 Jahre nach konventioneller Fraktionierung noch leben, und keinem zusätzlich überlebenden Patienten von 1000 Patienten unter Hypofraktionierung in der Gruppe mit mittlerem Risiko.
  • Hinsichtlich später gastrointestinaler oder urogenitaler Toxizität nach 60 Monaten wurde kein Unterschied beobachtet.
  • Ein geringer bis kein Unterschied ergab sich hinsichtlich:
    • Gesamtüberleben (HR 0,94; 95% KI 0,83-1,07);
    • Metastasenfreiem Überleben (HR 1,07; 95% KI 0,65-1,76);
    • Biochemischem rezidivfreiem Überleben (HR 0,88; 95% KI 0,68-1,13).
  • Hypofraktionierung erhöhte wahrscheinlich die akute gastrointestinale Bestrahlungstoxizität  ≥ Grad 2  (Risikoverhältnis [RR] 1,45; 95% KI 1,19-1,75) und zeigt geringen bis keinen Unterschied bei akuter urogenitaler Toxizität ≥ Grad 2 (RR 1,03; 95% KI 0,95-1,11).

Einschränkungen

  • Heterogenität zwischen den Studien.