CML: subjektives Rezidivrisiko einer der Hauptmotivatoren für Absetzen von Tyrosinkinaseinhibitoren

  • Flynn KE & al.
  • Oncologist
  • 03.04.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Studie von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML), die Tyrosinkinaseinhibitoren (TKIs) zur Krankheitskontrolle erhielten, deutet daraufhin, dass die Entscheidung über Fortsetzung oder Abbruch einer Therapie stark davon abhängt, wie der Patient sein Rezidivrisiko einschätzt.

Warum das wichtig ist

  • In der französischen Studie, Stop Imatinib (STIM), konnten ca. 40 % der CML-Patienten ihre TKI-Therapie absetzen und in behandlungsfreier Remission bleiben.

Studiendesign

  • Qualitative Studie zur Untersuchung des Entscheidungsprozesses beim Patienten hinsichtlich des Absetzens von TKI bei 22 Patienten mit gut kontrollierter CML.
  • 11 Patienten wünschten die TKI-Therapie abzusetzen; 11 nicht.
  • Finanzierung: Medical College of Wisconsin.

Wesentliche Ergebnisse

  • Am häufigsten von Patienten erwähnte Faktoren, die ihre TKI-Therapie fortsetzen wollten:
    • Risiko für ein Rezidiv: erwähnten 10 von 11.
    • Aufrechterhaltung des Status-quo: erwähnten 6 von 11.
  • Am häufigsten von Patienten erwähnte Faktoren, die ihre TKI-Therapie absetzen wollten:
    • Nebenwirkungen: erwähnten 9 von 11.
    • Risiko für ein Rezidiv: erwähnten 8 von 11.
  • Die Chancen der Aufrechterhaltung einer behandlungsfreien Remission nach Absetzen von TKI wurde bei Patienten, die ihre TKI-Therapie beenden wollten, auf 40 %–90 % geschätzt, gegenüber 2 %–50 % bei denen, die ihre TKI-Therapie fortsetzen wollten.

Einschränkungen

  • Viele der untersuchten Patienten hatten den TKI-Abbruch mit ihren Ärzten besprochen.