CML: Ansprechen auf Drittlinien-TKI gibt Aufschluss über Wirksamkeit von Bosutinib als Viertlinie

  • García-Gutiérrez V & al.
  • Ann Hematol
  • 16.11.2018

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Bei Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) wurde Bosutinib als Viertlinientherapie im Allgemeinen gut vertragen und ging bei Patienten mit molekularem Ansprechen zu Beginn der Bosutinib-Therapie mit einer höheren Wirksamkeit einher.

Warum das wichtig ist

  • Therapien mit Tyrosinkinaseinhibitoren (TKIs) werden von Patienten mit CML häufig abgebrochen. 

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung von Bosutinib als Viertlinientherapie bei 62 Patienten mit CML.  
  • Bei allen Patienten hatten Imatinib, Nilotinib und Dasatinib vorher versagt oder wurden nicht vertragen.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 9,12 Monate mediane Dauer unter Bosutinib gesamt; 7,8 Monate bei Patienten, die resistent gegenüber Dasatinib und Nilotinib waren; 17,9 Monate bei Patienten, die resistent gegenüber Nilotinib und Dasatinib waren.
  • Bei Patienten mit einer vollständigen zytogenetischen Response (CCyR) zu Beginn von Bosutinib:
    • hielten oder verbesserten 94 % die CCyR.
    • erreichten 64 % eine gute molekulare Remission (MMR).
  • Bei Patienten ohne CCyR zu Beginn von Bosutinib:
    • hielten oder verbesserten 25 % die CCyR.
    • erreichten 14 % eine MMR.
  • Patienten mit einer CCyR zu Beginn von Bosutinib erreichten eine signifikante Verbesserung im progressionsfreien Überleben (PFS; p = 0,041).
  • Die Inzidenz unerwünschter Ereignisse von Grad II–IV war generell niedriger bei Patienten mit einer CCyR zu Beginn von Bosutinib als bei Patienten ohne CCyR zu Bosutinib-Beginn.
  • 36 % der Patienten brachen die Behandlung ab; 16 % der Abbrüche erfolgten aufgrund von Unverträglichkeit, 10 % aufgrund fehlender Wirksamkeit.

Einschränkungen

  • Retrospektive Daten.