CLL: Ibrutinib verbessert das Überleben gegenüber konventionellen Zweitlinientherapien

  • Nuttall E & al.
  • J Blood Med
  • 01.01.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Unter Praxisbedingungen zeigte Ibrutinib bei Patienten mit rezidivierter chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) bessere Überlebensdaten als konventionelle Zweitlinientherapien (2L) und vergleichbare Ergebnisse wie unter konventionellen Erstlinientherapien (1L).
  • Bei Patienten mit Ibrutinib-Therapie war eine 13q14.3-Deletion mit einem schlechteren Überleben verbunden.

Warum das wichtig ist

  • Bisher weiß man wenig über das Outcome einer Ibrutinib-Therapie bei Patienten mit genetischen Anomalien, abgesehen von 17p-Deletion/TP53-Mutationen.

Studiendesign

  • Eine monozentrische Studie aus dem Vereinigten Königreich untersuchte unter Real-World-Bedingungen das Outcome bei 38 Patienten, die eine Ibrutinib-Therapie bei rezidiviertem CLL erhielten, im Vergleich zu Patienten mit konventiellen Erst- und Zweitlinientherapien (n= 82; n=25).
  • Finanzielle Förderung: keine offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das durchschnittliche PFS wurde unter Ibrutinib nicht erreicht gegenüber einem durchschnittlichen PFS von 593 Tagen mit konventionellen 2L-Therapien und 1462 Tagen mit konventionellen 1L-Therapien.
  • 1 Jahr nach Behandlungsbeginn mit Ibrutinib lebten noch 88,9% der Patienten und waren progressionsfrei (95% KI 79%-100%) gegenüber 70,8% der Patienten unter konventionellen 2L-Therapien (95% KI 55%-92%) und 77,1% unter konventionellen 1L-Therapien  (95% KI 68%-87%).
  • Bei Patienten unter Ibrutinib-Therapie war eine 13q14.3-Deletion mit einem schlechteren Gesamtüberleben (p=0,014) und einem schlechteren PFS (p=0,008) verbunden.
  • 81,6% der Patienten zeigten unter Ibrutinib Nebenwirkungen.

Einschränkungen

  • Retrospektive Daten; beschränkte Fallzahl.