CLL: Erweiterung der Indikation einer CAR-T-Zelltherapie

  • Bair SM & al.
  • Am J Hematol
  • 12.03.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Derzeit laufen verschiedene Studien, mit denen der Nutzen und das kurative Potenzial einer T-Zelltherapie mit dem chimären Antigenrezeptor (CAR) auf eine breitere Population von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) ausdehnt werden soll.

Warum das wichtig ist

  • Eine kleine Untergruppe von Patienten demonstriert nach einer einzigen Infusion mit einer CAR-T-Zell-Therapie > 8 Jahre einer Remission ohne Erhaltungstherapie.

Studiendesign

  • Review der Literatur zur CAR-T-Zell-Therapie.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • In einer Studie zur CAR-T-Zelltherapie + Ibrutinib bei Patienten, die auf Ibrutinib allein nicht ansprachen, erreichten 43 % eine Komplettremission (CR), 17/18 wiesen eine morphologische CR im Knochenmark auf, 15/17 waren ohne minimale Resterkrankung.
  • Gebrauchsfertige CAR-T-Zellen könnten einen „serienmäßigen“ Ansatz zur Verkürzung der Herstellungsdauer für intensiv vorbehandelte Patienten darstellen, für die die Gewinnung funktionsfähiger T-Zellen problematisch ist; Die Graft-versus-Host-Reaktion bleibt nach wie vor ein Problem.
  • Gegen CD19 gerichtete CAR-T-Zellen können versagen, wenn Zielantigene verloren gehen. Gegenwärtig werden alternative Antigen-/Multiantigen-CAR-T-Zellen erforscht.
  • Zu den übrigen Herausforderungen zählen noch:
    • Methoden zur Prognose des Behandlungsansprechens.
    • Methoden, die das Immunsystem dazu stimulieren, die Expansion, Persistenz und Potenz der CAR-T-Zellen voranzutreiben.
    • Charakterisierung der Mechanismen einer Resistenz.

Einschränkungen

  • Retrospektive Daten.