Chronisch myeloische Leukämie in der chronischen Phase: günstige Ergebnisse bei Patienten in Studie nach Ponatinib als Erstlinientherapie

  • Boddu P & al.
  • Leuk Lymphoma
  • 24.05.2019

  • von David Reilly
  • Univadis Clinical Summaries
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Nach einer Erstlinientherapie (1L) mit Ponatinib, die aufgrund von Bedenken seitens der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) hinsichtlich arteriothrombothischer unerwünschter Ereignisse (AT-UE) abgebrochen wurde, waren Patienten mit behandlungsnaiver chronisch myeloischer Leukämie in der chronischen Phase (CML-CP) häufig in der Lage, ihr Ansprechen auf eine anschließende Behandlung mit einem Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) aufrechtzuerhalten oder zu verbessern.

Warum das wichtig ist

  • Ponatinib hat sich bei Patienten mit rezidivierter/refraktärer CML als wirksam erwiesen, auch bei Patienten mit einer T315I-Mutation – einer Mutation, die in diesem Setting gegenüber allen anderen TKI refraktär macht.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung von 51 Patienten mit CML-CP, die in eine Studie zu Ponatinib als 1L aufgenommen worden waren, diese abgebrochen hatten und auf einen TKI umgestiegen waren.
  • Finanzierung: University of Texas MD Anderson Cancer Center, National Cancer Institute. 

Wesentliche Ergebnisse

  • Abbrüche unter Ponatinib: 75 % aufgrund Empfehlung von Sponsor/FDA-Warnung; 25 % aufgrund von UE.
  • Zum Zeitpunkt des Therapieabbruchs:
    • hatten 78 % eine gute molekulare Remission (MMR; ≤ 0,1 BCR-ABL).
    • hatten 51 % eine molekulare Remission (MR) von 4,5 (≤ 0,0032 BCR-ABL).
  • 2 der 4 Patienten mit partieller zytogenetischer Response bei Therapieabbruch zeigten ein verbessertes Ansprechen unter der Folgetherapie.
  • 5 von 7 Patienten mit vollständiger zytogenetischer Response, aber keiner MMR bei Therapieabbruch erreichten eine MMR oder besseres Ansprechen unter der Folgetherapie.
  • 7 Patienten erlitten AT-UE.

Einschränkungen

  • Retrospektive Daten.