Chronisch lymphatische Leukämie: Acalabrutinib sorgt für hohe Ansprechrate bei Ibrutinib-unverträglichen Patienten

  • Awan FT & al.
  • Blood Adv
  • 14.05.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Acalabrutinib, ein neuer Brutontyrosinkinase-Inhibitor, bewies bei Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie (CLL), die Ibrutinib nicht vertrugen, eine hohe Verträglichkeit und Ansprechrate.

Warum das wichtig ist

  • Ibrutinib hat sich in diesem Setting als sehr wirksam erwiesen; allerdings leiden 9 %–23 % an behandlungseinschränkenden Nebenwirkungen.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung einer Acalabrutinib-Monotherapie bei 33 Ibrutinib-unverträglichen Patienten mit CLL.
  • Medianes Patientenalter: 64 Jahre (Bereich: 50–82).
  • Viele Patienten hatten eine Hochrisikoerkrankung.
  • Die Patienten hatten median vorher bereits 4 Therapien erhalten (Bereich: 2–13).
  • Finanzierung: National Cancer Institute, National Institutes of Health, Acerta Pharma.

Wesentliche Ergebnisse

  • 75,8 % (95 %-KI: 57,7 %–88,9 %) Gesamtansprechrate (ORR; definiert als teilweises Ansprechen mit Lymphozytose oder besser [≥ PRL]).
  • 3,0 % vollständige Remission.
  • Alle Patienten hatten mindestens eine stabile Krankheit.
  • 1,9 (Bereich: 1,6–19,2) Monate mediane Dauer bis zum ≥ PRL.
  • Die mediane Dauer des Ansprechens (DOR) wurde nicht erreicht.
  • 82 % (95 %-KI: 59 %–93 %) erreichten eine DOR von ≥ 12 Monaten.
  • 70 % der Patienten blieben median 19,0 Monate (Bereich: 0,7–30,6) unter Acalabrutinib.
  • Kein Patient benötigte Dosissenkungen unter Acalabrutinib.
  • Unerwünschte Ereignisse (UE) von Grad ≥ 3 traten bei > 3 % der Patienten auf und umfassten Neutropenie (12 %) und Thrombozytopenie (9 %).
  • Nur 3 Patienten brachen Acalabrutinib aufgrund von UE ab.

Einschränkungen

  • Begrenzte Stichprobengröße.