CHNSCC: adjuvante RT verbessert Überleben von Patienten mit PNI und regionärer Krankheit

  • Harris BN & al.
  • JAMA Otolaryngol Head Neck Surg
  • 20.12.2018

  • aus Brian Richardson, PhD
  • Studien - kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Einer retrospektiven Studie zufolge ist eine adjuvante Radiotherapie (RT) bei Patienten mit kutanem Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsbereich (cHNSCC) mit perineuraler Invasion (PNI) und regionärer Adenopathie mit einem verbesserten krankheitsfreien Überleben (DFS) und Gesamtüberleben (OS) assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Die Indikationen und der Nutzen einer adjuvanten RT bei fortgeschrittenem cHNSCC waren nicht klar.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Rate des 5-jährigen DFS betrug 59,4 %, die des 5-jährigen OS 47,4 %.
  • Periorbitale Tumoren (HR: 2,48; 95 %-KI: 1,00–6,16), eine PNI (HR: 1,90; 95 %-KI: 1,12–3.19) und eine Krankheit im Stadium ≥ N2 (HR: 2,16; 95 %-KI: 1,13–4,16) waren mit einem reduzierten DFS assoziiert.
  • Eine Immunsuppression (HR: 2,17; 95 %-KI: 1,12–4,17) und eine Krankheit im Stadium ≥ N2 (HR: 2,43; 95 %-KI: 1,42–4,17) waren mit einem reduzierten OS assoziiert.
  • Eine adjuvante RT war in der Gesamtkohorte mit einem verbesserten OS assoziiert (HR: 0,59; 95 %-KI: 0,38–0,90).
  • Bei Patienten mit einer PNI war eine adjuvante RT mit einem verbesserten DFS (HR: 0,47; 95 %-KI: 0,23–0,93) und OS (HR: 0,44; 95 %-KI: 0,24–0,86) assoziiert.
  • Bei Patienten mit regionärer Krankheit war eine adjuvante RT mit einem verbesserten DFS (HR: 0,36; 95 %-KI: 0,15–0,84) und OS (HR: 0,30; 95 %-KI: 0,15–0,61) assoziiert.

Studiendesign

  • 349 Patienten mit cHNSCC, die eine Primärresektion erhielten, darunter 54,7 % mit einer adjuvanten RT, wurden hinsichtlich der Überlebensergebnisse analysiert.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Retrospektives Studiendesign.