Chipmangel hat Auswirkung auf Gesundheitskarten

  • Presseagentur Gesundheit (pag)
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Berlin (pag) – Lieferengpässe bei Mikrochips haben auch Auswirkungen auf die Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarten (eGK). Das Bundesgesundheitsministerium nehme den Sachverhalt sehr ernst und stehe dazu im regelmäßigen Austausch mit der gematik, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion.

Die gematik habe Kontakt zu den Kartenherstellern aufgenommen, um Meldungen über Lieferengpässe frühzeitig bewerten zu können. Nach aktuellen Aussagen des hauptsächlich betroffenen Kartenherstellers würden ab Ende des dritten Quartals 2022 Nachlieferungen von Chipmodulen erwartet, sodass der Lieferengpass minimiert werden dürfte.

Die Bundesregierung geht nicht davon aus, dass keine neuen Karten mehr ausgestellt werden könnten, heißt es in der Antwort weiter. Die Krankenkassen konzentrierten sich derzeit auf den Austausch von eGK bei Ablauf der Gültigkeit oder Verlust. Priorität habe die Sicherstellung der Primärfunktion der eGK als Anspruchsnachweis. Sollte es im Einzelfall zu Verzögerungen beim Austausch ungültiger Karten kommen, würden Ersatzbescheinigungen ausgestellt.

Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 20/2739) kann online nachgelesen werden.