CHEST 2019 — steroidfreie COPD: duale Bronchodilatatortherapie eine frühere Behandlungsoption


  • Keren Landman, MD
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Mit Tiotropium/Olodaterol (T/O) verbesserte sich die Lungenfunktion bei steroidfreien COPD-Patienten mehr als mit Tiotropium allein.

Warum das wichtig ist

  • Symptomatischen Patienten mit COPD, deren Bronchodilatation nicht optimiert wird, können verfrüht inhalative Steroide verordnet werden. 

Studiendesign

  • Post-hoc-Analyse gepoolter Daten aus den Phase-III-Studien TONADO 1 und 2 sowie OTEMTO 1 und 2 zum Vergleich von Tiotropium/Olodaterol (T/O, 5/5 μg)) und einer Tiotropium-Monotherapie (5 μg) an 1.581 steroidfreien Patienten mit COPD.
  • Zu den nach 12 Wochen beurteilten Ergebnissen gehörten Marker für Bronchodilatation: FEV1-Tiefstwert, FEV1-Fläche unter der Kurve von 0 bis 3 Stunden (FEV1-AUC0–3), Gesamtpunktzahl im St. George Respiratory Questionnaire (SGRQ) und Punktzahl im Transition Dyspnea Index (TDI).
  • Finanzierung: Boehringer Ingelheim.

Wesentliche Ergebnisse

  • In Woche 12 wiesen Patienten unter T/O gegenüber Tiotropium folgende Ergebnisse auf:
    • höhere FEV1-AUC0–3 (0,296 gegenüber 0,193 l; p 
    • höhere FEV1-Tiefstwerte (0,141 gegenüber 0,086 l; p 
    • verbesserte SGRQ-Punktzahl (-6,317 gegenüber -4,399; p = 0,0005)
    • verbesserte TDI-Punktzahl (2,154 gegenüber 1,579; p  0,0001)
  • Eine Subgruppenanalyse nach dem Stadium gemäß der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease und den Symptomen zur Baseline ergab unabhängig von der Schwere und den Symptomen der COPD zur Baseline Verbesserungen.

Einschränkungen

  • Der Ausschluss von Patienten mit wesentlichen Komorbiditäten aus der Studie schränkt die Verallgemeinerbarkeit auf medizinisch kompliziertere Populationen ein.