CHEST 2019 – Asthma: wiederholte Kortikosteroideinnahmezyklen bei Erwachsenen mit höherer Komplikationsrate verknüpft


  • Keren Landman, MD
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Wiederholte Einnahmezyklen systemischer Kortikosteroide (SCS) wurden mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen bei asthmatischen Erwachsenen in Verbindung gebracht.

Warum das wichtig ist

  • Ärzte können durch SCS entstehende Risiken eindämmen, indem sie eine sorgfältige Medikationshistorie führen und eine andere Therapie nach Möglichkeit optimieren.

Studiendesign

  • Retrospektive Analyse von Erwachsenen mit persistierendem Asthma, die in den „IBM MarketScan Research“-Datenbanken registriert waren (2003–2016).
  • Die Patienten wurden anhand von relevanten Merkmalen durch Propensity-Matching abgeglichen.
  • Das Indexdatum wurde definiert als das Datum der ersten SCS-Verschreibung oder, wenn während des Studienzeitraums kein SCS verschrieben wurde, das Datum der Asthmadiagnose.
  • Die chronischen Komplikationen der SCS wurden zwischen den Kontrollpersonen (keine Inanspruchnahme von SCS im Studienzeitraum) und den Gruppen verglichen, die nach Anzahl der Inanspruchnahme von SCS im Jahr nach Beginn der Datenaufzeichnung definiert wurden:
    • 10.096 Anwender mit hoher Frequenz (≥ 4 Anwendungen).
    • 76.690 Anwender mit geringer Frequenz (1–3 Anwendungen).
  • Finanzierung: AstraZeneca.

Wesentliche Ergebnisse

  • Anwender mit hoher Anwendungsfrequenz hatten mit höherer Wahrscheinlichkeit Komplikationen als Kontrollpersonen.
  • 1 und 5 Jahre nach Beginn der Datenaufzeichnung zeigten hochfrequente Anwender:
    • mehr Komplikationen als Kontrollpersonen (15 % bzw. 33 %).
    • einen höheren Anteil mit > 1 Komplikation vs. Kontrollpersonen (28 % vs. 67 % nach 1 Jahr, 67 % vs. 56 % nach 5 Jahren).
  • In den Jahren 3–5 nach Beginn der Datenaufzeichnung hatten niedrigfrequente Anwender mehr Komplikationen als Kontrollpersonen, am häufigsten waren Hypertonie, Adipositas, gastrointestinale Blutungen und Diabetes.

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.
  • Die Versicherungsdaten garantieren nicht, dass die Medikationszyklen vollständig und wie verschrieben eingenommen wurden.