CF laut Metaanalyse mit 8-fach höherem Risiko für GI-Krebs verknüpft

  • Lancet Oncol

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit zystischer Fibrose (CF) entwickelten signifikant häufiger eine gastrointestinale (GI) Krebserkrankung als die Allgemeinbevölkerung, und Patienten mit CF, die sich einer Lungentransplantation unterzogen hatten, trugen ein noch höheres Risiko.

Warum das wichtig ist

  • Obwohl Patienten mit CF ein signifikant erhöhtes Risiko für verschiedene GI-Krebserkrankungen tragen, gibt es aktuell nur eine 1 CF-spezifische Früherkennungsuntersuchung auf eine GI-Krebserkrankung, die für kolorektales Karzinom.
  • Die Autoren der Studie empfehlen ein Screening auf Krebserkrankungen von Dünn-, Dickdarm, dem Gallengang und der Bauchspeicheldrüse.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 6 Studien mit einer Inzidenz von GI-Krebserkrankungen bei 99.925 Patienten mit CF.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Patienten mit CF hatten ein signifikant höheres Gesamtrisiko für GI-Krebserkrankungen als die Allgemeinbevölkerung (gepoolte Standardinzidenzrate [SIR]: 8,13; 95 %-KI: 6,48–10,21).
  • Ein höheres Risiko wurde für Krebs im Dünndarm (SIR: 18,94; 95 %-KI: 9,37–38,27), Dickdarm (SIR: 10,91; 95 %-KI: 8,42–14,11), dem Gallengang (SIR: 17,87; 95 %-KI: 8,55–37,36) und der Bauchspeicheldrüse beobachtet (SIR: 6,18; 95 %-KI: 1,31–29,27).
  • In einer Subanalyse war das gepoolte Risiko für GI-Krebserkrankungen bei Patienten mit CF, die sich einer Lungentransplantation unterzogen, im Vergleich zu Patienten ohne Lungentransplantation signifikant höher (SIR: 21,13 [95 %-KI: 14,82–30,14] vs. SIR: 4,18 [95 %-KI: 3,10–5,62]).

Einschränkungen

  • Nur retrospektive Beobachtungsstudien.