Centrum für Reisemedizin warnt Australien-Urlauber vor Ross-River-Virusifektion


  • Andrea Hertlein
  • Medizinische Nachrichten
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Kernbotschaft

Das Centrum für Reisemedizin (CRM) rät Australien-Urlauber auf einen sorgfältigen Mückenschutz zu achten. Grund dafür ist der Nachweis des Ross-River-Virus in Mücken in mehreren Parks in Sidney. Auch wenn das durch den Erreger ausgelöste Ross-River-Fieber nicht lebensbedrohlich ist, kann es zu andauernden Gelenkschmerzen und weiteren starken Beeinträchtigungen führen.

 Keine Impfung verfügbar

Das von Mücken übertragene Ross-River-Fieber bricht vor allem im Sommer und Herbst aus und tritt üblicherweise im Norden und Nordwesten des Landes auf. Frauen sind besonders, Kinder dagegen kaum betroffen. Die Ursachen dafür seien bislang nicht geklärt, heißt es in einer aktuellen Meldung des CRM.  Außer Australien ist das Virus auch auf Samoa, Tonga, den Cook-Inseln sowie in Neu-Guinea verbreitet. „Gegen das Ross-River-Fieber ist keine prophylaktische Impfung verfügbar“, erläutert der wissenschaftliche Leiter Professor Tomas Jelinek. Der beste Schutz sei daher nicht gestochen zu werden.

Prävention durch lückenlosen Mückenschutz

Reisende nach Australien sollten sich in den Küstengebieten und in Inland-Regionen mit Flussläufen tagsüber und nachts vor Mückenstichen schützen. Sinnvoll ist als Mückenschutz das Tragen heller und möglichst geschlossener Kleidung. Da Moskitos durch dünne Materialien hindurchstechen können, kann es außerdem sinnvoll sein, feines Gewebe zusätzlich mit einem Insektenschutz zu imprägnieren, lautet die Empfehlung des CMR. Zum Auftragen auf freie Hautstellen eignen sich zudem Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET (Diet-hyltoluamid) in einer Konzentration von mindestens 30 Prozent. Diese bieten mindestens drei Stunden lang Schutz gegen die meisten stechenden Insekten.

Symptomatische Behandlung mit NSARs

Leiden Reiserückkehrer aus Australien unter andauernden Gelenkschmerzen, könnte dies auf eine Erkrankung am Ross-River-Fieber zurückzuführen sein. Typische Symptome sind außerdem Kopfschmerzen, leichtes Fieber sowie Schmerzen der Handflächen und Fußsohlen. Zudem kann bei vielen Patienten ein Hautausschlag auftreten, der sich vor allem im Gesicht zeigt.

„Eine spezifische Therapie gegen die Krankheit existiert bislang nicht, deshalb erfolgt die Behandlung symptomatisch mit nichtsteroidalen Antirheumatika und gegebenenfalls Physiotherapie“, erklärt Tomas Jelinek.