Capivasertib + Fulvestrant verdoppelt das PFS beim AI-resistenten fortgeschrittenen Brustkrebs

  • Jones RH & al.
  • Lancet Oncol
  • 05.02.2020

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • In der Phase 2-Studie FAKTION verdoppelt die Kombination aus Capivasertib (ein AKT-Inhibitor als Prüfpräparat) plus Fulvestrant das PFS vs. Placebo bei Patienten mit Aromataseinhibitor (AI)-resistentem Hormonrezeptor (HR)-positivem fortgeschrittenem Brustkrebs.

Warum das wichtig ist

  • Diese Studie ist die erste ihrer Art, die einen Inhibitor von AKT (eine Serin-/Threonin-spezifische Proteinkinase) testet.
  • Eine Phase 3-Studie ist erforderlich.

Studiendesign

  • Multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie; 19 Krankenhäuser in Großbritannien.
  • Die Patienten erhielten 500 mg Fulvestrant alle 28 Tage plus Placebo oder 400 mg Capivasertib oral zweimal täglich in einem wechselnden wöchentlichen Schema.
  • Primäres Outcome: PFS.
  • Finanzierung: AstraZeneca; Cancer Research UK.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Capivasertib-Gruppe hatte ein längeres durchschnittliches PFS:
    • 10,3 vs. 4,8 Monate für Placebo (unangepasste HR 0,58; 95% KI 0,39-0,84).
  • Es zeigte sich ein Vorteil für Patienten mit und ohne PIK3CA-aktivierende Mutationen.
  • Die Capivasertib-Gruppe hatte eine bessere objektive Response-Rate:
    • 29% vs. 8% für Placebo (OR 4,42; 95% KI 1,65-11,84).
  • Die klinische Nutzenrate war ähnlich, jedoch:
    • 55% unter Capivasertib vs. 41% unter Placebo (OR 1,78; 95% KI 0,91-3,47).
  • In der Capivasertib-Gruppe ereigneten sich mehr der häufigsten unerwünschten Ereignisse Grad 3-4:
    • Hypertonie: 32% vs. 24% unter Placebo.
    • Diarrhoe: 14% vs. 4%.
    • Hautausschlag: 20% vs. 0%.
    • Infektion: 6% vs. 3%.

Einschränkungen

  • Das Design war mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für falsch-positive Ergebnisse verbunden.