Cannabis-Hyperemesis: Haloperidol übertrifft Ondansetron

  • Ruberto AJ & al.
  • Ann Emerg Med
  • 04.11.2020

  • von Jenny Blair, MD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Bei gewohnheitsmäßigen Cannabis-Anwendern, die Hyperemesis entwickeln, wirkt eine einzige niedrige Dosis Haloperidol zur Kontrolle von Oberbauchschmerzen und Übelkeit viel besser als Ondansetron.
  • Die Autoren legen nahe, dass Ondansetron nicht länger als Erstlinientherapie eingesetzt wird.

Warum das wichtig ist

  • Bei Cannabis-Hyperemesis-Syndrom zeigen die üblichen Antiemetika keine gute Wirkung.
  • Die Anregung zu dieser kleinen Studie stammte aus Einzelfallberichten.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Studie wurde vorzeitig abgebrochen, da sich Haloperidol als der klare Spitzenkandidat erwies.
  • Primäres Ergebnis: gepooltes Haloperidol vs. Ondansetron: 2,3 cm (95 %-KI: 0,6–4,0 cm) auf einer visuellen Analogskala von 10 cm (p = 0,01 zugunsten von Haloperidol).
  • Andere Ergebnisse: Haloperidol vs. Ondansetron:
    • Behandlungserfolg: 54 % vs. 29 %,
    • Notfallantiemetika: 31 % vs. 59 %,
    • Benzodiazepine: 8 % vs. 41 %,
    • jegliche Medikamente: 31 % vs. 76 % und
    • Zeit bis zur Entlassung: 3,1 vs. 5,6 Stunden; Differenz: 2,5 Stunden (95 %-KI: 0,1–5,0 Stunden; p = 0,03).
  • Zwei Teilnehmer wurden nach einer höheren Dosis Haloperidol mit akuter Dystonie erneut in der Notaufnahme (NA) vorstellig.

Studiendesign

  • Randomisierte, kontrollierte Crossover-Studie in zwei NAs bei gewohnheitsmäßigen Cannabis-Anwendern mit akuter Emesis (n = 30).
  • Im Verlauf von drei Besuchen im Abstand von ≥ 7 Tagen erhielten die Teilnehmer entweder eine von zwei Haloperidol-Dosierungen (0,05 oder 0,1 mg/kg) oder 8 mg Ondansetron.
  • Ergebnis: Reduzierung von Oberbauchschmerzen und Übelkeit (10 cm visuelle Analogskala) zwei Stunden nach der Behandlung vs. Baseline.
  • Finanzierung: Keine.

Einschränkungen

  • Die angestrebte Anzahl an Teilnehmern wurde nicht erreicht.