BZgA: Neues Informationsmaterial zur Virushepatitis für die ärztliche Praxis


  • Andrea Hertlein
  • Medizinische Nachrichten
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Kernbotschaft

Hausärztliche und suchtmedizinische Praxen können zur frühzeitigen Erkennung und Prävention von Hepatitis-Virusinfektionen beitragen. Um sie in ihrer Arbeit zu unterstützen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut (RKI), der Deutschen Leberstiftung, medizinischen Fachgesellschaften, Patientenvertretungen/Verbänden und der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) verschiedene Materialien zu Hepatitis-Virusinfektionen für die ärztliche Praxis erstellt. Anlass dazu war die alljährlich stattfindende „Europäische HIV-/Hepatitis-Testwoche“.

Die Virushepatitis stellt ein bedeutendes Gesundheitsproblem auch in der hausärztlichen Praxis dar. Oft werden Infektionen mit Hepatitis-B und Hepatitis-C-Viren über lange Zeit nicht erkannt, da sie in vielen Fällen nur schwache oder unklare Symptome hervorrufen. Verläuft die Infektion chronisch, kann es zu schweren Folgeschäden wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs kommen.

Das neue Informationspaket soll laut BZgA dazu beitragen, Hepatitis-Virusinfektionen frühzeitig zu erkennen, Behandlungen zu fördern und über Schutzmaßnahmen zu informieren, heißt es in einer Mitteilung der Bundeszentrale. So erläutere etwa die Patientenbroschüre, für wen ein Test auf das Hepatitis-B-Virus und Hepatitis-C-Virus sinnvoll ist und wie man sich vor diesen Infektionen schützen kann.

Die Materialien bestehen aus einer Patientenbroschüre, einem Wartezimmerplakat und einer Übersicht für Ärztinnen und Ärzte zu Prävention, Diagnostik und Therapie von Hepatitis-Virusinfektionen und ist insbesondere für Arztpraxen der Allgemeinmedizin, Gastroenterologie und Suchtmedizin geeignet. Unter Federführung der Deutschen AIDS-Hilfe wurden zudem eine Patientenbroschüre und ein Wartezimmerplakat speziell für die suchtmedizinische Praxis erstellt. Die Materialien für die ärztliche Praxis sind Teil der „LIEBESLEBEN“-Kampagne der BZgA und können auch noch nach der Testwoche im Internet über das Bestellsystem der BzgA kostenlos angefordert werden.