Brustkrebs: Verzögerung der neoadjuvanten Chemotherapie scheint keinen Einfluss auf das Überleben zu haben

  • Livingston-Rosanoff D & al.
  • Breast J
  • 12.09.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Verzögerungen beim Beginn einer neoadjuvanten Chemotherapie (NACT) wirkten sich bei Frauen mit dreifach negativem Brustkrebs (TNBC) und HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2)-positivem Brustkrebs in den Stadien I–III nicht negativ auf das Gesamtüberleben (OS) aus.

Warum das wichtig ist

  • Hierbei handelt es sich um die erste Studie zum Einfluss der Zeitdauer bis zum Beginn einer NACT auf das langfristige Ergebnis.
  • Die Ergebnisse sind beruhigend für Patientinnen mit einer aggressiven Erkrankung, die eine NACT bis zu sechs Monate nach der Diagnose hinauszögern.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte (n = 12.806) von Frauen mit Brustkrebs im Stadium I–III aus der US National Cancer Database.
  • Patientinnen mit einer HR(Hormonrezeptor)-positiven bzw. HER2-negativen Erkrankung wurden aufgrund des geringeren Einsatzes von NACT und der besseren Prognose ausgeschlossen.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Brustkrebs-Subtypen umfassten die folgenden Erkrankungen: TNBC (50 %), HR+/HER2+ (30 %) und HR/HER2+ (20 %).
  • Die mediane Zeitdauer von der Diagnose bis zur NACT betrug 4,3 Wochen (Bereich: 0–25,6 Wochen).
  • Die mediane Verlaufskontrolle dauerte 36 Monate.
  • Wenn die Zeitdauer bis zum Beginn der NACT eine stetige Variable war, wurde kein Zusammenhang zwischen dem OS und TNBC (HR: 1,00; p = 0,71) oder einem HER2-positiven Krebs (HR: 0,98; p = 0,26) festgestellt.
  • Wurde die Zeitdauer bis zur NACT-Einleitung dichotomisiert, fand sich kein Zusammenhang zwischen dem OS und folgenden Punkten:
    • Verzögerung von > 4 Wochen (im Vergleich zu positiven Erkrankungen (HR: 0,91; p = 0,37).
    • Verzögerung von > 3 Wochen (im Vergleich zu

Einschränkungen

  • Retrospektives Design als Beobachtungsstudie.