Brustkrebs: Statine laut dänischer Studie mit niedrigerem CBC-Risiko verknüpft

  • Br J Cancer

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Die Verwendung von Statinen nach der Diagnose ist bei Patientinnen mit nichtmetastatischem Brustkrebs mit einer Senkung des Risikos für kontralaterales Mammakarzinom (CBC) von 12 % assoziiert.
  • Patientinnen mit ER(Östrogenrezeptor)-negativem Brustkrebs profitieren sogar noch mehr davon.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse decken sich mit früheren epidemiologischen und experimentellen Studien.
  • Diese Erkenntnisse sprechen dafür, dass Ärzte die Verschreibung von Statinen zur Vorbeugung von CBC erwägen sollten, besonders bei ER- Patientinnen.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte von 57.723 Frauen mit nichtmetastatischem Brustkrebs aus der Datenbank Danish Breast Cancer Group.
  • Eine Verwendung von Statinen nach der Diagnose wurde definiert als mindestens 2 Verschreibungen mit einem vollen Jahr dazwischen.
  • Finanzierung: Danish Cancer Society; private Geldgeber.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Nachbeobachtung umfasste 310.537 Personenjahre.
  • Die Verwendung von Statin nach der Diagnose (vs. gar keiner Verwendung) war mit einem 12 % niedrigeren CBC-Risiko assoziiert (HR: 0,88; 95 %-KI: 0,73–1,05); eine aktuelle Nutzung von Statinen ging mit einem ähnlich niedrigen Risiko einher (HR: 0,87; 95 %-KI: 0,72–1,04).
  • Eine langfristige Verwendung von Statinen nach der Diagnose insgesamt war mit einem 36 % niedrigeren CBC-Risiko assoziiert (HR: 0,64; 95 %-KI: 0,43–0,96), nicht aber eine langfristige konsistente oder hochintensive Verwendung (HR: 0,95; 95 %-KI: 0,55–1,64).
  • Bei Patientinnen mit ER- Brustkrebs war die Verwendung von Statinen nach der Diagnose mit einem 33 % niedrigeren CBC-Risiko assoziiert (HR: 0,67; 95 %-KI: 0,45–1,00).

Einschränkungen

  • Retrospektives Design als Beobachtungsstudie.
  • Keine Informationen zur Therapietreue oder Verwendung von anderen Medikamenten.