Brustkrebs: niedrigdosiertes Aspirin beugt laut dänischer Studie keinen kontralateralen Tumoren vor

  • Bens A & al.
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  • 24.09.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Niedrigdosiertes Aspirin (≤ 150 mg/täglich) nach Diagnose von primärem Brustkrebs (BC) senkte laut einer großen retrospektiven Studie das Risiko für ein kontralaterales Mammakarzinom (CBC) nicht.

Warum das wichtig ist

  • Studie widerlegt den vorher angedeuteten prophylaktischen Nutzen von niedrigdosiertem Aspirin bei Hochrisiko-Frauen.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte (n = 52.723) von Frauen mit primären BC aus der landesweiten Danish Breast Cancer Cooperative Group Database (1996–2012).
  • Der Einsatz von niedrigdosiertem Aspirin war definiert als 2 oder mehr Verschreibungen während der Nachbeobachtung, mit einer Behandlungsverzögerung von 1 Jahr laut Daten aus dem National Prescription Registry.
  • Finanzierung: Danish Council for Independent Research.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 4,8 Jahre.
  • Der Einsatz von niedrigdosiertem Aspirin nach der Diagnose senkte das Risiko für CBC nicht signifikant (HR: 0,91; 95 %-KI: 0,75–1,09), relativ zu keinem Einsatz.
  • Es wurde keine Risikosenkung bei Nutzerinnen vs. Nichtnutzerinnen in Bezug auf die konsistente Einnahme (p für Tendenz = 0,35), Einsatzdauer (p für Tendenz = 0,96) oder Dosis (Tablettenstärke; p für Tendenz = 0,52) beobachtet.
  • Keine Risikosenkung wurde bei Nutzerinnen vs. Nichtnutzerinnen in Bezug auf das Folgende beobachtet:
    • Östrogenrezeptor-positiver vs. -negativer primärer Brustkrebs
    • Lymphknoten-positiver vs. -negativer Brustkrebs und
    • Hormontherapie bei primären Brustkrebs.

Einschränkungen

  • Retrospektives Design als Beobachtungsstudie.