Brustkrebs mit Risiko für sekundären primären Lungenkrebs verknüpft

  • Wang R & al.
  • Front Oncol
  • 01.01.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Die Raten für sekundären primären Lungenkrebs sind höher bei Patientinnen, die vorher an Brustkrebs (BC) litten, wobei das Risiko mit dreifach-negativen BC (TNBC) am höchsten ist.

Warum das wichtig ist

  • Es war unklar, inwieweit eine Vorgeschichte von Brustkrebs (BC) das Risiko für Lungenkrebs erhöht.

Studiendesign

  • 620.429 Patientinnen aus der SEER(Surveillance, Epidemiology, and End Results)-Datenbank, die zwischen 2000 und 2014 mit BC diagnostiziert wurden.
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • 6.269 Fälle von sekundärem, primären Lungenkrebs: 87,3 % nichtkleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC), 12,7 % kleinzelliges Lungenkarzinom (SCLC).
  • Leicht höhere Raten von sekundärem primären Lungenkrebs bei Patientinnen mit BC im Vergleich zur weiblichen Allgemeinbevölkerung (standardisiertes Inzidenzverhältnis [SIR]: 1,03; 95 %-KI: 1,00–1,06).
  • Das Risiko für Lungenkrebs war am höchsten 1 Jahr nach BC-Diagnose (SIR: 1,31; 95 %-KI: 1,23–1,39) und bei BC-Diagnose im Alter von 20–39 Jahren (SIR: 2,40; 95 %-KI: 1,75–3,23).
  • Patientinnen mit TNBC trugen von allen Subtypen das höchste Risiko für Lungenkrebs (SIR: 1,59; 95 %-KI: 1,29–1,94).
  • 63,4 % der Todesfälle wurden dem Lungenkrebs zugeschrieben, wobei SCLC die höchste Mortalitätsrate ausmachte (72,3 %).
  • Das Gesamtüberleben (OS) war schlechter bei Patientinnen mit NSCLC, die negative Östrogen- und Progesteronrezeptoren hatten, wobei sich BC-Merkmale auf das OS bei Patientinnen mit SCLC nicht auswirkten.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie ohne Daten zur Behandlung.