Brustkrebs mit Knochenmetastasen: Metaanalyse stützt Deeskalation von Zoledronat

  • Awan AA & al.
  • Breast Cancer Res Treat
  • 01.08.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Metaanalyse deutet darauf hin, dass die Deeskalation von Zoledronat von alle 4 Wochen auf alle 12 Wochen bei Patientinnen mit Knochenmetastasen aufgrund von Brustkrebs mit Folgendem assoziiert ist:
    • geringere toxizitätsbedingte Therapieabbrüche und
    • ähnliche Raten in Bezug auf Patientinnen mit mindestens einem skelettbezogenen Ereignis (SRE), Skelettmorbidität und Zeit bis zum ersten SRE.

Warum das wichtig ist

  • Die Deeskalation kann Toxizität, Kosten und Patientenbesuche reduzieren und die Compliance verbessern.

Studiendesign

  • Eine Metaanalyse von acht publik gemachten Studien und einem Abstract mit Daten aus fünf abgeschlossenen randomisierten klinischen Studien an 1807 Patientinnen mit Brustkrebs.
  • Finanzierung: Keine externe Finanzierung.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Verabreichung von Zoledronat alle 12 statt alle 4 Wochen hatte keinen signifikanten Einfluss auf Folgendes:
    • Inzidenz von mindestens einem SRE während der Studie (summarisches Risikoverhältnis [RR]: 1,05; 95 %-KI: 0,88–1,25).
    • Zeit bis zum ersten SRE (summarisches RR: 1,06; 95 %-KI: 0,70–1,60).
    • Rate der Skelettmorbidität (eine quantitative Analyse wurde aufgrund der Heterogenität der Berichterstattung nicht durchgeführt).
  • Die vorherige intravenöse Verabreichung von Bisphosphonat hatte keinen Einfluss auf die Ergebnisse (summarisches RR: 1,04; 95 %-KI: 0,88–1,24).
  • Die Deeskalation war in folgenden Punkten nicht mit einem erhöhten Risiko assoziiert:
    • Kieferosteonekrose (summarisches RR: 0,59; 95 %-KI: 0,30–1,17)
    • Erhöhter Kreatininspiegel (summarisches RR: 0,41; 95 %-KI: 0,15–1,16)
  • Die Rate der mit unerwünschten Ereignissen zusammenhängenden Behandlungsabbrüche war in der deeskalierten Gruppe wesentlich niedriger (2,8 % gegenüber 5,5 %; RR: 0,51; 95 %-KI: 0,30–0,89)

Einschränkungen

  • Unzureichende Daten zu knochenmodifizierenden Wirkstoffen außer Zoledronat.