Brustkrebs: intensiveres Ansprechen durch Zugabe einer Östrogendeprivation zur NACT

  • Yu KD & al.
  • Cancer
  • 20.03.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Zugabe einer Östrogendeprivation über eine Hormontherapie (ET) zur neoadjuvanten Chemotherapie (NACT) verbesserte in einer Studie mit Patientinnen mit ER(Östrogenrezeptor)-positivem/HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2)-negativen Brustkrebs im Stadium IIb-IIIc die Ansprechraten signifikant.
  • Bei Patientinnen mit höherem Ki-67-Index zur Baseline wurde ein Nutzen im progressionsfreien Überleben (PFS) beobachtet.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse sprechen dafür, dass eine Östrogendeprivation mit einer ET standardmäßig einer NACT hinzugefügt werden soll, vor allem, wenn der Ki-67-Index zur Baseline erhöht ist.

Studiendesign

  • Randomisierte, kontrollierte Studie, CBCSG-036 (Eine prospektive, randomisierte, multizentrische, offene Studie zum Vergleich einer präoperativen Kombination aus Trastuzumab und Pertuzumab mit simultaner Taxan-Chemotherapie oder Hormontherapie, die zwölf Wochen lang verabreicht wird, mit einer Bewertung der Lebensqualität mit Trastuzumab und Pertuzumab in Kombination mit einer standardisierten [neo]adjuvanten Behandlung bei Patientinnen mit operablem HER2+/HR+ Brustkrebs; n = 249) mit Patientinnen, die NACT allein oder NACT plus Letrozol (ein Aromataseinhibitor) erhielten, wenn sie postmenopausal waren, oder Letrozol plus Leuprorelin, wenn sie prämenopausal waren.
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Verlaufskontrolle: 26 Monate.
  • Die Zugabe einer ET zur NACT führte zu einer signifikant höheren objektiven Ansprechrate (ORR: 84,8 % vs. 72,6 %; OR: 2,11; p = 0,020).
    • Der ORR-Nutzen war sogar noch größer in einer Untergruppe von Patientinnen mit (> 20 %) hohem Ki-67-Index zur Baseline (91,2 % vs. 68,7 %; p = 0,001).
  • Keine Unterschiede zwischen den Gruppen im pathologischen Komplettansprechen, pathologischen Ansprechen und dem 2-jährigen PFS.
  • In einer Subanalyse wurde ein 2-jähriger PFS-Nutzen mit einer ET + NACT vs. NACT allein bei Patientinnen mit hohem Ki-67-Index beobachtet (91,5 % vs. 76,5 %; p = 0,058).
  • Keine nennenswerten Unterschiede in den unerwünschten Ereignissen von Grad 3, 4 zwischen den Gruppen.

Einschränkungen

  • Offenes Design.
  • Kurze Verlaufskontrolle.