Brustkrebs im Frühstadium: Standard ACT weiterhin die bevorzugte Therapie bei älteren Patientinnen

  • Muss HB & al.
  • J Clin Oncol
  • 24.07.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die 10-Jahres-Daten  der Studie CALGB 49907 bestätigen die früheren 2-Jahres-Daten, die die Überlegenheit der standardmäßigen adjuvanten Chemotherapie (ACT) gegenüber Capecitabin bei der Behandlung von älteren Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium gezeigt haben.

Warum das wichtig ist

  • Die standardmäßige adjuvante Chemotherapie ist nach wie vor die bevorzugte Behandlungsmethode bei älteren Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium.

Studiendesign

  • 633 Patientinnen, die ≥65 Jahre alt waren und Brustkrebs im Stadium I-IIIb hatten, wurden randomisiert behandelt mit Capecitabin oder Standard ACT (nach Ermessen des behandelnden Arztes entweder CMF [Cyclophosphamid, Methotrexat und Fluorouracil] oder AC [Cyclophosphamid und Doxorubicin]).
  • Der primäre Endpunkt war das rezidivfreie Überleben (RFS).
  • Finanzielle Förderung: NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das durchschnittliche Follow-up betrug 11,4 Jahre.
  • Das geschätzte 10-Jahres-RFS lag bei 55,7% für Standard ACT und 49,7% für Capecitabin.
  • Anhand der multivariaten Analyse war Standard ACT gegenüber Capecitabin überlegen bezogen auf RFS und Brustkrebs-spezifisches Überleben (BCSS), aber nicht Gesamtüberleben (OS):
    • RFS: HR, 0,80 (P=0,03);
    • BCSS: HR, 0,62 (P=0,03); und
    • OS: HR, 0,84 (P=0,16).
  • Subgruppenanalyse zeigte die Überlegenheit von Standard ACT gegenüber Capecitabin bei Hormonrezeptor-negativen Patientinnen (RFS: HR, 0,66; P=0,02), aber nicht Hormonrezeptor-positiven Patientinnen (HR, 0,89; P=0,43).
  • Insgesamt starben unter beiden Behandlungen 43,9% der Patientinnen (13,1% durch Brustkrebs, 16,4% durch andere Ursachen und 14,1% durch unbekannte Ursachen).

Einschränkungen

  • Die Ergebnisse für das OS wurden durch die unterschiedlichen Todesursachen in ihrer Aussagekraft gemindert.