Brustkrebs im Frühstadium: Restknotenerkrankung nach neoadjuvanter Chemo mit schlechterer Prognose verknüpft

  • Wong SM & al.
  • Ann Surg Oncol
  • 21.06.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine restliche Lymphknotenerkrankung mit geringem Volumen (d. h. Mikrometastasen oder isolierte Tumorzellen [ITC]) nach einer neoadjuvanten Chemotherapie (NAC) ist mit einem 2-mal so schlechten krankheitsfreien Überleben (DFS) und Gesamtüberleben (OS) assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse rechtfertigen die Durchführung eines immunhistochemischen Tests an Sentinel-Lymphknoten nach einer NAC.
  • Nodale Mikrometastasen oder ITC nach einer NAC können eine weitere lokale und systemische Therapie rechtfertigen.

Studiendesign

  • Analyse von 2 Kohorten: Kohorte 1: 967 Patientinnen mit Brustkrebs im Stadium cT1-4N0-1, die in den Zentren Dana-Farber/Brigham und Women's Cancer Center (DFBWCC) mit einer NAC behandelt wurden; Kohorte 2: 35.536 Patientinnen aus der National Cancer Database (NCDB).
  • Finanzierung: DFBWCC.

Wesentliche Ergebnisse

  • DFBWCC-Kohorte:
    • Mediane Verlaufskontrolle: 5,3 Jahre.
    • Prävalenz von ITC: 2,8 %.
    • Prävalenz von Mikrometastasen: 6,3 %.
    • Das 5-Jahres-DFS (vs. knotennegativ) ist schlechter bei Patientinnen mit ITC (adjustierte Hazardrate [aHR]: 2,36; 95 %-KI: 1,01–5,51) und Mikrometastasen (aHR: 2,14; 95 %-KI: 1,20–3,81).
    • Kein Unterschied im 5-Jahres-OS (vs. knotennegativ) für beide Gruppen.
  • NCDB-Kohorte:
    • Mediane Verlaufskontrolle: 3,7 Jahre.
    • Prävalenz von ITC: 1,5 %.
    • Prävalenz von Mikrometastasen: 3,2 %.
    • Das 5-Jahres-OS (vs. knotennegativ) ist schlechter bei Patientinnen mit ITC (aHR: 1,89; 95 %-KI: 1,39–2,59) und Mikrometastasen (aHR: 2,18; 95 %-KI: 1,76–2,70).

Einschränkungen

  • Keine Daten zum DFS für die NCDB-Kohorte.
  • Die geringe Anzahl der Patientinnen aus der DFBWCC-Kohorte mit Knotenmikrometastasen und ITC schließt eine Subgruppenanalyse aus.