Brustkrebs im Frühstadium: Klinische Leitlinien aktualisiert

  • Annals of Oncology

  • von Dr. Carola Krause
  • Medizinische Nachrichten
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Kernbotschaft

Aktualisierte Empfehlungen zum Management von Brustkrebs im Frühstadium wurden von der Europäischen Gesellschaft für medizinische Onkologie (ESMO) veröffentlicht. Ein multidisziplinäres Expertengremium gibt hierbei Empfehlung für evidenzbasierte Behandlungsstrategien.

Hintergrund

Weltweit gab es im Jahr 2018 etwa 2,1 Millionen neu diagnostizierte Brustkrebsfälle bei Frauen. In den 28 Ländern der Europäischen Union wurden 404.920 neue Brustkrebserkrankungen mit einer geschätzten altersbereinigten jährlichen Brustkrebsinzidenz von 144,9 / 100.000, einer Mortalität von 32,9 / 100.000 und 98.755 vorausgesagten Todesfällen prognostiziert.

Die Inzidenz der Brustkrebsfälle stieg nach Einführung des Mammographie-Screenings an und wächst mit dem Altern der Bevölkerung weiter. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:

  • genetische Veranlagung,
  • Exposition gegenüber Östrogenen [endogen und exogen, einschließlich Langzeithormonersatztherapie (HRT),
  • ionisierende Strahlung,
  • geringe Parität,
  • hohe Brustdichte und atypische Hyperplasie,
  • Fettleibigkeit,
  • Übermäßiger Konsum von Alkohol.

Empfehlungen

Für folgende Themengebiete wurden Empfehlungen fuer Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen durch die nun veröffentlichten ESMO-Richtlinien ausgegeben:

  • allgemeine Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen,
  • Diagnose und Pathologie/Molekularbiologie,
  • Bewertung und Risikomanagment,
  • Behandlung,
  • Patienteninformationen und Entscheidungsfindung,
  • lokale Behandlungen (Chirurgie, etc.),
  • Radiotherapie,
  • (neo)-adjuvante systemische Behandlung (Chemotherapie, Anti-Her2 Therapie)
  • Behandlung von älteren Patienten,
  • Behandlung von Brustkrebs bei Männern,
  • personalisierte Medizin,
  • Nachverfolgung, Langzeitfolgen, Überleben.

Finanzierung: keine Angaben