Brustkrebs: Hypofraktionierte Radiotherapie nach Mastektomie mit späterer Hauttoxizität verknüpft

  • Chitapanarux I & al.
  • Radiat Oncol
  • 14.10.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Eine hypofraktionierte (HF) Radiotherapie nach einer Mastektomie (PMRT) ist im Vergleich zu einer konventionell fraktionierten (CF) PMRT bei Brustkrebs mit höheren Raten spät einsetzender (d. h. nach ≥ 6 Monaten) Hauttoxizität und Toxizität des subkutanen Gewebes, aber mit geringerer Toxizität von Lunge und Plexus brachialis assoziiert.
  • Die Überlebensergebnisse unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht.

Warum das wichtig ist

  • Hierbei handelt es sich um die bislang größte und längste Kohortenstudie.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte zum Vergleich der Langzeitergebnisse zwischen HF-PMRT (n = 980; Exposition: 2,65 Gy/Fraktion bis insgesamt 42,4–53 Gy) und CF-PMRT (n = 660; Exposition: 2 Gy/Fraktion bis insgesamt 50–60 Gy).
  • Eine späte Toxizität wurde in einer Untergruppe von 480 bzw. 457 Patienten untersucht.
  • Finanzierung: Chiang Mai University.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Verlaufskontrolle dauerte 71,8 Monate für die Überlebensergebnisse.
  • Keine Unterschiede zwischen den Gruppen bei den 5-Jahres-Überlebensergebnissen.
    • Lokoregionär rezidivfreies Überleben (LRRFS): 96 Prozent mit HF-PMRT gegenüber 94 Prozent mit CF-PMRT; p = 0,373.
    • Krankheitsfreies Überleben (DFS): 70 Prozent gegenüber 72 Prozent; p = 0,849.
    • Gesamtüberleben (OS): 73 Prozent gegenüber 74 Prozent; p = 0,463.
  • Nach einem Medianwert von 106,3 Monaten war die HF-PMRT mit einer höheren Inzidenz eines Schweregrads von ≥ 2 in Bezug auf späte Hauttoxizität (4 % vs. 1 %) und Toxizität des subkutanen Gewebes (7 % vs. 2 % mit CF-PMRT), aber mit einer geringeren Toxizität in Bezug auf die Lunge (9 % vs. 16 %) und den Plexus brachialis mit einem Schweregrad von 1 (2 % vs. 8 %) assoziiert.
  • Keine Unterschiede zwischen den Gruppen in Bezug auf späte Herztoxizität und Lymphödem.

Einschränkungen

  • Retrospektive Beobachtungsstudie.