Brustkrebs: hoher LDH-Serumspiegel deutet auf schlechtere Überlebenschancen hin

  • Cancer Manag Res

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Höhere Spiegel von Laktatdehydrogenase im Serum (LDH) sind bei Patientinnen mit Brustkrebs laut einer Metaanalyse mit einem kürzeren Gesamtüberleben (OS) und progressionsfreien Überleben (PFS) assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • LDH könnte als negativer Prognosemarker dienen. Hierzu sind aber noch weitere Studien erforderlich.
  • Die Erkenntnis wird damit begründet, dass Krebszellen für die Verstoffwechselung von Glukose hauptsächlich von der Glykolyse abhängen. LDH ist das an der Glykolyse beteiligte wichtigste Enzym.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 11 Studien (n = 6.102 Patientinnen) aus einer Recherche der Datenbanken von Pubmed, EMBASE und Web of Science.
  • Die Mehrzahl der Studien untersuchten den LDH-Gehalt zum Zeitpunkt der Diagnose und vor der Behandlung.
  • Hohe LDH-Cutoff-Werte reichten von 165 bis 480 E/l.
  • Finanzierung: Tongji Hospital Foundation.

Wesentliche Ergebnisse

  • Höhere (vs. niedrigere) LDH-Serumspiegel sind mit einem um 88 % schlechteren OS (gepoolte HR: 1,88; 95 %-KI: 1,68–2,11; I2 = 17,9 %) und einem um 98 % schlechteren PFS (gepoolte HR: 1,98; 95 %-KI: 1,46–2,68; I2 = 50,2 %) assoziiert.
    • In einer Subgruppenanalyse gingen Studien von ausschließlich metastatischen Patientinnen, die höhere LDH-Serumspiegel hatten, mit einem um 91 % schlechteren OS einher (gepoolte HR: 1,91; 95 %-KI: 1,71–2,13).
    • Studien zu nichtmetastatischen Patientinnen ergaben, dass höhere LDH-Serumspiegel mit einem um 76 % schlechteren OS einhergingen (gepoolte HR: 1,76; 95 %-KI: 1,18–2,62).

Einschränkungen

  • Das PFS wurde in den Studien zum Teil unterschiedlich gemessen.
  • Es handelte sich hier nur um eine kleine Anzahl von Studien und Patientinnen.