Brustkrebs: Hauptunterschiede zwischen Ost und West

  • Yap YS & al.
  • JAMA Oncol
  • 16.05.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • In einem Review-Artikel werden zu Brustkrebs zahlreiche Unterschiede in der Epidemiologie, Tumorbiologie, Mutationen, Arzneimitteltoleranz und Brustdichte zwischen östlichen (Asien) und westlichen (Nordamerika, Europa, Australien) Populationen aufgezählt.

Warum das wichtig ist

  • Die Autoren weisen auch auf Implikationen für die aktuelle Alltagspraxis hin.

Studiendesign

  • Datenauswertung medizinischer Literatur.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Epidemiologie, Bildgebung und Überwachung:
    • Die Inzidenz von Brustkrebs steigt im Osten und stabilisiert sich im Westen.
    • Höherer Anteil junger asiatischer Patientinnen (
    • Asiatische Frauen haben generell dichtere Brüste. Implikation: Ein zusätzliches Screening mit MRT erwägen; wenn aus Kostengründen schwierig, dann nur für Frauen, die BRCA-Trägerinnen oder familiär vorbelastet sind.
  • Tumormerkmale im Osten:
    • Dreifach-negativer Brustkrebs häufiger.
    • Tumoren vom Luminal-B-Typ häufiger.
    • TP53-Mutationen treten häufiger auf.
  • Wirkstoffeffekte und/oder Pharmakogenetik:
    • Höhere Rate intermediärer Metabolisiererinnen von Tamoxifen (35 %–40 % im Osten vs. wenige im Westen), basierend auf Differenzen im CYP2D6-Gen. Implikation: Tamoxifendosis bei intermediären Metabolisiererinnen erhöhen.
    • Docetaxel wird laut der höheren Rate von Dosisreduktionen schlechter vertragen. Implikation: mit einer niedrigeren Anfangsdosis beginnen.
    • Trastuzumab-Emtansin führt zu einem leicht höheren Risiko für Thrombozytopenie von Grad ≥ 3.
    • Zyklinabhängige Kinase-Inhibitoren führen zu einer leicht höheren Rate von Neutropenie.