Brustkrebs: ER-positive und PR-positive Patientinnen haben schlechtere Prognosen als doppelpositive ER-PR-Patientinnen

  • Wu N & al.
  • Clin Transl Oncol

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Patientinnen mit Brustkrebs, der entweder nur ER(Östrogenrezeptor)-positiv (ER+PR-) oder nur PR(Progesteronrezeptor)-positiv (ER-PR+) ist, weisen ein kürzeres krankheitsfreies Überleben (DFS), brustkrebsspezifisches Überleben (BCSS), Gesamtüberleben (OS) und häufiger Rezidive auf als Patientinnen mit doppeltpositivem (ER+PR+) Krebs.

Warum das wichtig ist

  • ER+PR- oder ER-PR+ Tumoren benötigen möglicherweise eine aggressivere Behandlung als ER+PR+ Tumoren.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 22 Studien (n = 217.485 Frauen) nach einer Recherche in Google Scholar und der Cochrane-Datenbank.
  • Die meisten der 22 Studien handelten von Brustkrebs im Stadium I–III.
  • Finanzierung: National Nature Science Foundation of China; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Kürzeres DFS (vs. ER+PR+):
    • ER+PR-: HR: 1,60, 95 %-KI: 1,44–1,77.
    • ER-PR+: HR: 2,27, 95 %-KI: 1,67–3,09.
  • Kürzeres BCSS (vs. ER+PR+):
    • ER+PR-: HR: 1,43, 95 %-KI: 1,33–1.53.
    • ER-PR+: HR: 1,82, 95 %-KI: 1,68–1,98.
  • Kürzeres OS (vs. ER+PR+)
    • ER+PR-: HR: 1,38; 95 %-KI: 1,28–1,47.
    • ER-PR+: HR: 1,48, 95 %-KI: 1,17–1,89.
  • Höheres Risiko für Rezidive in den folgenden Untergruppen (ER+PR- vs. ER+PR+):
    • HER2- Untergruppe: HR: 1,57; 95 %-KI: 1,32–1,87.
    • Lymphknoten-negative Subgruppe: HR: 2,03, 95 %-KI: 1,44–2,86.
    • Hormontherapie-positive Subgruppe: HR: 1,65, 95 %-KI: 1,45–1,89.
  • Kürzeres DFS in der Subgruppe mit HER2-/ER-PR+ (gegenüber HER2-/ER+PR+): HR: 3,10, 95 %-KI: 1,92–5,10.

Einschränkung

  • Studiendesign einzelner Studien nicht spezifiziert.